Mit digitalen Technologien zu nachhaltigen Gebäuden

News | Roland Riethmüller | 23.08.2018 Bild zu: Mit digitalen Technologien zu nachhaltigen Gebäuden
Foto: Roland Riethmüller

Durch den hohen Anteil der Gebäudeenergie am gesamten Energieverbrauch wird dem Gebäudebereich eine hohe Bedeutung an der Energiewende zuteil. Gleichzeitig wird deutlich, dass auf dem Weg zu nachhaltigen Gebäuden nur durch Vernetzung und digitale Technologien die Energieeffizienz erhöht werden kann. Startups spielen dabei eine wichtige Rolle und helfen der Bauwirtschaft, die ambitionierten Ziele der Bundesregierung zu erreichen.

Experten sind sich einige, dass die digitale Vernetzung in Verbindung mit innovativen Technologien das Fundament für eine nachhaltige Zukunft von Gebäuden ist. “In der öffentlichen Wahrnehmung geht es in der Energiepolitik vor allem um die Erzeugung: Atom- und Kohlekraftwerke versus Windräder oder Solaranlagen”, beklagt Robert Spanheimer, Referent Smart Grids beim Digitalverband BITKOM. “Die zentrale Herausforderung liegt allerdings darin, ein optimales Zusammenspiel von Erzeugung, Verbrauch, Netz und Speichern herzustellen - und das wird nur mit digitalen Technologien gelingen.”

Energieeffizienz durch automatische Energieversorgung

So steht nach der ökologischen Energiewende nun die Digitalisierung der Energiewende an. Dabei zeigt eine aktuelle BITKOM-Studie, dass viele Bundesbürger durchaus von einem weiteren Anstieg der Bedeutung neuester Technologien wie der Künstlichen Intelligenz (KI) im Gebäudebereich ausgehen. “Künstliche Intelligenz kann uns dabei helfen, aus den vielen zur Verfügung stehenden Daten Schlüsse zu ziehen, aber auch in Haushalten und Unternehmen den Energieverbrauch ohne unser Zutun und ohne Komforteinbußen zu reduzieren”, erklärt Spanheimer. So muss in Zukunft die Temperatur für das Badezimmer nicht mehr programmiert werden, sondern lernt selbständig von uns und passt sich dabei automatisch unseren Gewohnheiten an. Diese automatische Energieversorgung auf Basis computergestützter Bedarfsanalysen begrüßen laut BITKOM immerhin 68 Prozent aller Bundesbürger. Auch sehen 89 Prozent in den automatisierten und selbstlernenden Heizungssystemen große Chancen zur weiteren Reduzierung des Energieverbrauchs.

Energiewende ist Herausforderung und Chance zugleich

“Die Energiewende ist der Schlüssel für den Klimaschutz. Und so wie der Klimaschutz ist auch die Energiewende eine globale Herausforderung”, mahnt Andreas Kuhlmann, Geschäftsführer der Deutschen Energie-Agentur (dena) anlässlich der Berlin Energy Week im Frühjahr 2018, die Mut und Zuversicht verbreiten sollte. “Denn Energiewende und Klimaschutz sind nicht nur große Herausforderungen, sie bergen vor allem auch große Chancen - für Mensch, Umwelt und Wirtschaft.”

Startups helfen der Bauwirtschaft Energieeffizienz zu optimieren

Doch die Bauwirtschaft und die Immobilienbranche müssen sich dabei neuesten, intelligenten Technologien stellen und einer digitalen Vernetzung öffnen. Nur so entstehen nachhaltige Gebäude. Das war auch das Ergebnis des diesjährigen 40 Percent Symposiums im April diesen Jahres in Berlin unter Verweis auf die kontinuierlich wachsende Anzahl an ConstructionTech- und Proptech-Startups. Denn nur so kann mit ihren innovativen Methoden und Technologien der Weg zu einem klimaneutralen Gebäudebestand geebnet werden, erklärt 40 Percent Symposium-Gründer John Pike. Die Technologie zur Erfassung von Daten sei vorhanden und erschwinglich. Wer etwas anderes behauptet, zeige lediglich mangelnden Veränderungswillen.

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