Mittelstand für die Bauwirtschaft der Konjunkturmotor

News | Frank Kessler | 08.01.2021
Mittelstand für die Bauwirtschaft der Konjunkturmotor
Foto: Roland Riethmüller

Corona hat im vergangenen Jahr deutlich seine Spuren hinterlassen. Viele Wirtschaftsbereiche sind davon betroffen. Doch die Bauwirtschaft hat die Pandemie bisher gut überstanden. Der Mittelstand wird auch im neuen Jahr 2021 ein Antrieb für die Konjunktur sein. Das ist aber nur dann möglich, wenn die öffentlichen Projekte auch weiterhin wie geplant ausgeführt werden. Eine Verschiebung wäre ein denkbar schlechtes Signal.

Die Corona-Pandemie hat viele Wirtschaftszweige hart getroffen, doch die Bauwirtschaft hat die Krise bisher gut überstanden. "Gerade die Mittelständler waren und sind in der Coronazeit der Fels in der Brandung der Bauwirtschaft", erklärt Michael Gilka, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung Mittelständischer Bauunternehmen (BVMB). Weiterhin betont er, dass die Firmen auch in Zukunft leistungsfähig bleiben müssen. Dafür müsse die Politik die entsprechenden Rahmenbedingungen setzen. Eine Kernforderung ist die Sicherheit der öffentlichen Investitionen in Bauprojekte. Die mittelständischen Bauunternehmen werden auch im Jahr 2021 eine Stütze der Konjunktur sein. Die Betriebe sind sichere Arbeitgeber mit sehr guten Perspektiven. Viele dieser Betriebe sind bestens aufgestellt und werden vielfach vom Inhaber geführt. Die Mitarbeiter sind engagiert und identifizieren sich mit dem Bauunternehmen. Diese Umstände sorgen dafür, dass die Betriebe auch bei großen Gefechtslagen weiterhin reaktionsfähig sind.

Die öffentlichen Auftraggeber müssen ihre Zusagen einhalten

Allerdings hängt alles davon ab, dass die öffentlichen Auftraggeber die zugesagten Investitionen auch tatsächlich in das Straßen- und Schienennetz bringen. Die Aufträge und Projekte der öffentlichen Hand dürfen wegen der Corona-Pandemie nicht verschoben werden. Besonders in Krisenzeiten muss die öffentliche Hand Verantwortung übernehmen. Besonders wichtig ist der Bundesfernstraßenbau nach der Übernahme durch die Autobahn GmbH des Bundes. Dazu bedarf es aber auch einer entsprechenden Infrastruktur. Öffentliche Verwaltungen sind qualitativ und quantitativ unterbesetzt. Es wird Zeit für eine Entbürokratisierung. Das setzt voraus, dass die Digitalisierung auch in den Amtsstuben an Bedeutung gewinnt. Es wird ein flächendeckendes Internet benötigt, damit der Bau auch funktionieren kann. Es ist nicht nachzuvollziehen, warum viele Baustellen in Deutschland nicht über Internet verfügen.

Qualitätsvorgaben der Bauwirtschaft müssen eingehalten werden

Es müssen auch die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Qualitätsvorgaben gewährleistet werden. Nur so können die Risiken aufgrund von Billiganbietern gemindert werden. Schließlich sind Baumängel vorprogrammiert, wenn Aufträge an den billigsten Anbieter vergeben werden. Die Kommunen leiden nach wie vor unter der Corona-Pandemie. Es wird deshalb ein Rückgang kommunaler Bauaufträge erwartet. Dementsprechend brauchen die Kommunen eine finanzielle Unterstützung des Bundes und der Länder. Trotz allem wird die mittelständische Bauwirtschaft ein verlässlicher Partner sein.

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