Mobilität in der Ausbildung zahlt sich aus

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Foto: Roland Riethmüller

Der Fachkräftemangel ist allgegenwärtig. Daran wird sich auch in der nächsten Zeit so schnell nichts ändern. Dennoch können sich gerade Auszubildende diese Situation durchaus zu Nutze machen, in dem sie bereit sind, ein wenig dafür zu tun. Dazu gehört auch, flexibel genug für eine auswärtige Ausbildungsstelle fernab der Heimat zu sein. Dies erweitert nicht nur den eigenen Horizont, sondern wird vor allem auch vom Staat und den Ausbildungsbetrieben selbst unterstützt.

Auch zum Jahreswechsel wurde wieder berichtet, wie positiv sich die Arbeitslosenzahlen entwickeln. Das liegt nicht nur an der immer noch sehr guten Wirtschaftslage in Deutschland, sondern auch dem anhaltenden Fachkräftemangel. Immerhin steht qualifizierten Fachkräften einiges offen. So verhält es sich auch bei den Ausbildungsplätzen. Zu Beginn des Ausbildungsjahres 2013/2014 waren immerhin noch gut 21.000 Lehrstellenplätze vakant.

Sowohl die Betriebe als auch die Politik haben erkannt, dass die Nachwuchsgewinnung immer schwieriger wird. Hier Gegenzusteuern, ist daher ein wichtiges Ziel, das auch finanziell unterstützt wird. Vor allem Jugendliche mit der Bereitschaft, ihre Heimat zu verlassen und sich überregional um eine Lehrstelle zu bemühen, können hier zahlreiche Vorteile in Anspruch nehmen.

Zum einen können die umzugwilligen Auszubildenden von den Ausbildungsbetrieben einige Hilfestellung erwarten. Denn letztlich sind sie es, die ein großes Interesse daran haben, ihren Nachwuchs zu werben. Darüber hinaus können Auszubildende bei der Agentur für Arbeit auch Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) beantragen. Hierbei erhalten die Lehrlinge während der Berufsausbildung diese Zusatzvergütung, sowie während einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme einschließlich der Vorbereitung auf den nachträglichen Erwerb des Hauptschulabschlusses oder eines gleichwertigen Schulabschlusses.

Nun stellt sich den Ausbildenden aber natürlich auch die Frage des Wohnens während ihrer überregionalen Ausbildung, fernab von zuhause. Dabei kann Jugendwohnen ein sinnvoller Weg sein. Nicht nur, dass die Jugendlichen hierbei eine neue Selbstständigkeit lernen, sie werden darüber hinaus auch betreut. Diese Aspekte tragen erfahrungsgemäß auch häufig dazu bei, dass die sonst recht hohe Abbruchrate im Handwerk bei überregionalen Ausbildungen wesentlich geringer ist. Letztlich stellt eine Ausbildung fern der Heimat eine ganz andere Herausforderung dar, als wenn man sich in seinem gewohnten Umfeld bewegt.

Jeder Jugendliche auf der Suche nach einer Lehrstelle sollte sich also durchaus Gedanken darüber machen, ob er die Bereitschaft zur Mobilität erbringen möchte. Schließlich kann einem dies nicht nur einen besonderen Ausbildungsplatz bescheren, sondern auch in der persönlichen Entwicklung einen großen Vorsprung bringen. Denn wer sich für eine überregionale Ausbildung entscheidet, der erlangt in der Regel gleichzeitig auch eine wesentlich höhere Selbstständigkeit.

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