Nach Corona - welche Bauzulieferer schaffen das Comeback?

News | Frank Kessler | 14.10.2020
Nach Corona - welche Bauzulieferer schaffen das Comeback?
Foto: Roland Riethmüller

Nach der coronabedingten Umsatzdelle steigen die Umsätze der Bauzulieferer wieder. Doch welche Hersteller schaffen tatsächlich das Comeback und gehen gestärkt aus der Krise hervor? Eine aktuelle Studie clustert die Bauzulieferer und skizziert die Erfolgsfaktoren der Comebackchampions. So sind die klare Positionierung wie auch die schnelle Entscheidungsfindung dafür verantwortlich, ob die Bauzulieferer zu den Aufsteigern gehören.

Welche Comeback-Fähigkeiten hat die Bauzulieferindustrie im Hinblick auf die COVID-19-Krise und welche Bauzulieferer profitieren bei der Erholung der Umsätze? Dieser Frage ist die Strategie- und Transformationsberatung S&B Strategy aus München in einer aktuelle Studie nachgegangen und hat insgesamt 3.287 Hersteller der Bauzulieferindustrie untersucht. Demnach belegt die Studie, dass nach rückläufigen Umsätzen nun vor allem Bauzulieferer mit einer klaren Positionierung zu den Unternehmen gehören, die nach der Stagnation wieder zu den aufstrebendsten Unternehmen gehören. Ziel dieser Studie war, die Comeback-Champions und ihre Handlungsmuster und Erfolgsfaktoren herauszufiltern. So waren es vor allem die Unternehmen mit schneller Entscheidungsfähigkeit und einer fokussierten Marktbearbeitung, die sich trotz der Krise gut behaupten konnten. Das Leistungsangebot wurde speziell auf die wesentlichen Kunden zugeschnitten, was den Unternehmen eine stabile Ertragslage bescherte.

Welche Bauzulieferer sind Aufsteiger, Top-Performer, Absteiger und Low-Performer?

Aufgeteilt wurden die Unternehmen der deutschen Bauindustrie in die Bereiche Aufsteiger, Top-Performer, Absteiger und Low-Performer. Die Zahlen wurden für den Zeitraum von 2012 bis 2018 erhoben. Dabei wiesen die Unternehmen in der Gruppe der Aufsteiger eine negative bis stagnierende Umsatzentwicklung in 2012-15 aufgrund interner und externer Einflussfaktoren auf, was durch gezielte strategische Initiativen zu einem Umsatzwachstum 2016 bis 2018 geführt hat. Auf dieser Basis wurden zehn Champions gekürt, die maßgeblich an dem positiven Umsatz-Turnaround beteiligt waren, ohne dass dies auf Kosten der Erträge zurückzuführen war. Die Top drei waren Stiebel Eltron (Heizungsbau), Gebhardt Stahl (Stahlprofile), und Kludi (Armaturen). Diese Unternehmen zeigten, dass sie durch ihre klare Positionierung und Marktbearbeitung zu recht diese Plätze einnehmen. Es folgen Refratechnik (Feuerfeste Werkstoffe), Salamander Industrie Produkte (PVC-Fensterprofile), NOE Schaltechnik (Betonschalsysteme), Hettich (Möbelbeschläge), Meffert (Farben und Lacke), Steuler (Bauwerkstoffe und Beschichtungen) und Winkhaus (Fensterbeschläge und Türverriegelung) in den Top10 der Comeback-Champions, die es geschafft haben, nach stagnierenden bis rückläufigen Umsätzen den Umsatz-Turnaround ohne Verlust des EBITDA-Margen- Niveaus zu realisieren

Besondere Herausforderungen des Nr.1 Comeback-Champions

Innerhalb der Top 3 Comeback-Champions zeigte Gebhardt Stahl gegenüber dem Markt und Kernwettbewerb eine überlegene Leistung und konnte sich somit den ersten Platz sichern. Schließlich stand das Unternehmen besonderen Herausforderungen gegenüber. Sie mussten mit einem steigenden Wettbewerbsdruck und einer Abwanderung der Fensterproduktion nach Osteuropa kämpfen. Hinzu kamen die sinkenden Stahlpreise. Für ein Comeback sprach die individuelle Bearbeitung der unterschiedlichen Kundengruppen sowie das kundenspezifische Kundenangebot. Ein weiterer Aspekt war der Ausbau der Fertigungskompetenz.

Erfolgskriterien der Bauzulieferindustrie

Die Grundvoraussetzungen für den Erfolg der Bauzulieferindustrie waren die Definition von strategisch klar definierten Zielen, die Ausrichtung auf die Bedürfnisse der Kunden und die Beendigung aller Ziele, die nicht zum Erfolg beigetragen haben. Diese so erlangte Agilität erlaubte es den Unternehmen, zielgerichteter auf die Veränderungen am Markt eingehen zu können.

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