Die Beschäftigten von Hochtief inklusive der Auszubildenden bekommen eine Tariferhöhung. Das ist das Ergebnis der Tarifverhandlung zwischen der Gewerkschaft und dem Baukonzern, der bereits seit acht Jahren nicht mehr der Tarifgemeinschaft Bau angehört. Vorausgegangen waren Warnstreiks in den Niederlassungen in ganz Deutschland. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags beträgt drei Jahre. Die Arbeitnehmervertreter zeigen sich sehr zufrieden, denn der neue Tarifvertrag liegt oberhalb der zu erwartenden Inflation.
Zu Ende Juni 2024 ist der geltende Haustarifvertrag zwischen dem Baukonzern Hochtief und der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau) ausgelaufen. Wie bei den Verhandlungen im Bauhauptgewerbe konnte keine zügige Einigung erzielt werden. Doch nach ersten Warnstreiks haben sich die beiden Tarifparteien dann doch auf eine Tariferhöhung für die Beschäftigten geeinigt. Die IG Bau ist zufrieden, die rund 2.500 Beschäftigten in der Hochtief-Zentrale in Essen und in den deutschen Niederlassungen bekommen mehr Geld. „Das ist ein sehr gutes Ergebnis“, freut sich IG Bau-Vize Nicole Simons, die die Verhandlungen der Gewerkschaft mit dem international tätigen Baukonzern für die IG Bau geführt hat. „Hochtief legt für seine Beschäftigten an den deutschen Standorten eine ordentliche Schippe beim Lohn und Gehalt obendrauf. Immerhin hat der Konzern auch ein erfolgreiches Jahr mit Auftragseingängen in Rekordhöhe hinter sich.“
Das sind die Bedingungen der Tariferhöhung
Im September erhalten alle Beschäftigten eine Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 1.750 Euro. Zum kommenden Jahreswechsel erfolgt dann eine Anhebung der Löhne um 275 Euro und der Gehälter um 255 Euro. Im nächsten und übernächsten Jahr sollen die Einkommen dann nochmals um 4,2 bzw. 3,9 Prozent steigen. Das hat die Gewerkschaft IG Bau am letzten Donnerstag in Frankfurt mitgeteilt. Zuvor hatte die Tarifkommission der Baugewerkschaft dieser Tariferhöhung zugestimmt, da man bei Hochtief mit weiter steigenden Umsätzen rechne. Eine Tariferhöhung oberhalb der zu erwartenden Inflation sei nur gerecht.
Anhebung auch bei den Auszubildenden von Hochtief
Die Auszubildenden bei Hochtief dürfen sich ebenfalls über eine Tariferhöhung freuen. Sie erhalten einmalig eine Inflationsprämie von 700 Euro. Die Ausbildungsvergütung bei Hochtief steigt ebenfalls. Im ersten Ausbildungsjahr erhalten die Azubis ab dem nächsten Jahr 1.100 Euro im Monat. Die Azubis im dritten Ausbildungsjahr bekommen ab dem nächsten Jahr eine Vergütung von 1.624 Euro. Die Laufzeit des Tarifvertrags liegt bei 36 Monate. Vorausgegangen war ein bundesweiter Warnstreik bei Hochtief. Die IG Bau betonte, dass diese Tariferhöhung nur gerechtfertigt sei. Schließlich hätten die Mitarbeiter für die steigenden Umsätze gesorgt.

















