Nachfolger fehlen - Handwerk muss auf Marketing setzen

News | Frank Kessler | 27.03.2020
Nachfolger fehlen - Handwerk muss auf Marketing setzen
Foto: Roland Riethmüller

Abgesehen von der aktuellen Corona-Krise sind viele Handwerksbetriebe trotz einer guten Auftragslage von einer Schließung bedroht, weil vielerorts kein Nachwuchs vorhanden ist. Wer jedoch weiter am Markt existieren will, der muss durch Marketing eine Offensive starten. Nur damit können Fachkräfte gesichert und Nachfolger gefunden werden, empfehlen Experten. Denn nur so kann die Zukunft vom Handwerk nachhaltig gesichert werden.

Auch die aktuelle Corona-Krise kann die Situation im Handwerk nicht grundlegend ändern. Denn selbst wenn durch das Coronavirus die Unsicherheit steigt und erste Aufträge wegbrechen, so ändert das die Auftragslage nicht grundlegend. Denn das Handwerk ist nach wie vor sehr gefragt. Um da nicht auf der Strecke zu bleiben, müssen die Handwerksbetriebe mit der Zeit gehen. Das sagt Claudia Schimkowski, Geschäftsführerin der Spezialagentur AHA Agentur fürs Handwerk in einem Interview. "Da wird so tolle Arbeit geleistet, aber die Sichtbarkeit bei Kunden, Mitarbeitern und möglichen Nachfolgern wirkt unmodern und selbst gemacht", so Schimkowski. In vielen Orten stehen die Handwerksbetriebe daher vor dem Aus, trotz guter Auftragslage. Schon jetzt müssten die Kunden über sechs Wochen auf ein entsprechendes Angebot von einem Handwerker warten. Der Grund dafür sei, dass kein Nachfolger zu finden ist. Es fehle sowohl an Azubis, als auch an Mitarbeitern. Die jungen Menschen von heute haben kein Interesse daran, im Handwerk Karriere zu machen. Das Endergebnis ist, dass viele Betriebe trotz guter Konjunktur schließen müssten. Dieser Schritt sei aber nicht notwendig. Vielmehr sei es notwendig, sich vom Handwerker zum Handwerksunternehmer zu entwickeln.

Maßnahmenpaket zur Stärkung des Handwerks

Doch vielen Inhaber sind Spezialisten in ihrem Fach, nicht jedoch im Bereich der Unternehmensführung. Daher wirken im Handwerk viele Maßnahmen in Sachen Werbung wie selbstgestrickt. Doch damit würde bares Geld und die eigene Zukunft verschenkt werden, weiß Schimkowski. Ohne eine moderne Website und eine Social Media Präsenz würde der Handwerksbetrieb nicht als attraktiver Arbeitgeber auftreten. Und genau das sei wichtig, um auch in Zeiten vom Coronavirus Fachkräfte und Nachfolger anzuziehen.

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