Einen der diesjährigen Effizienz-Preise vom Umweltministerium Nordrhein-Westfalen sicherte sich das Startup Shards für ihre herausragende Entwicklung einer nachhaltigen Fliese aus Bauschutt. Umweltminister Oliver Krischer überreichte den Preis im festlichen Rahmen. Die Revolution besteht darin, dass aus bereits verwendetem Material eine wiederaufbereitete Fliese hergestellt wird. Das spart Ressourcen und Energie. Diese nachhaltige Fliese bedeutet damit eine klare Wende in der Bauwirtschaft.
Das Startup Shards mit Sitz in nordrhein-westfälischen Sassenberg gehört zu den vier Preisträgern des „Effizienz-Preises NRW 2023“. In diesem Jahr wurde der Effizienz-Preis zum zehnten Mal verliehen. Mit dieser Auszeichnung werden kleine und mittlere Unternehmen in Nordrhein-Westfalen für ihre Bemühungen zur umweltgerechten Herstellung gewürdigt. Dotiert ist der Preis mit insgesamt 20.000 Euro. Die anderen drei Preise gingen an das Unternehmen Janado aus Düsseldorf für das Refurbishing von Firmen-IT und an das Unternehmen Standby aus Dinslaken für die Wiederaufbereitung von Lichtbalken. Den vierten Preis erhielt das Unternehmen Stannol aus Velbert für eine nachhaltigere Produktlinie für Löttechnik. Zusätzlich wurden auch Studenten und Absolventen von Hochschulen aus Nordrhein-Westfalen mit dem Nachwuchspreis „MehrWert NRW“ ausgezeichnet. Sie erhielten den Preis für die Entwicklung ressourcenschonender Produkte.
Shards unterstützen die Nachhaltigkeit der Bauwirtschaft
„Insgesamt zeigt die Shards GmbH, dass ihre Fliese nicht nur eine revolutionäre Produktidee in einer sehr alten klassischen Branche ist, die eine Reihe von Problemen von Umweltauswirkungen löst und immense Geschäftschancen bietet, sondern auch eine übergeordnete Vorbildfunktion übernimmt“, erklärt der Juryvorsitzende Philipp Salm, Leiter Förderberatung Rheinland der NRW.BANK. Denn das innovative Konzept des Startups revolutioniert den Bausektor, indem es Bauschutt und Abfälle aus der Ziegel-, Keramik- und Glasindustrie verwendet, um eine nachhaltige Fliese herzustellen. Der Herstellungsprozess erfolgt durch das Trockenpressverfahren unter Verwendung geringer Wassermengen und anschließendem Brennen in elektrischen Öfen. Dadurch können Abfallstoffe effizient genutzt werden. Shards sind somit nicht nur nachhaltige Fliesen, sondern stehen als Vorreiterprodukt für einen nachhaltigen Wandel im Bausektor.
Sortenreine Trennung ist Voraussetzung für die nachhaltige Fliese
„Ein zentraler Aspekt unseres Konzepts ist der Aufbau eines zirkulären Materialkreislaufs“, betont Lea Schücking, Gründerin und Geschäftsführerin von Shards. „Selbst wenn die Fliesen einmal beschädigt werden, findet das Material in Form von Bruchstücken seinen Weg zurück in die Produktion neuer Fliesen.“ Entscheidend für eine erhöhte Wiederverwertungsrate von Bauschutt ist die präzise Trennung der Ausgangsmaterialien. Für die Produktion der „Shards“ ist eine solche exakte Sortierung unerlässlich, da die Rezepturen der Fliesen auf dem präzisen Ausgleich einzelner Komponenten des Bauschutts basieren. Die nachhaltige Fliese ist nicht nur eine Revolution, sondern sie bietet große Geschäftschancen und übernimmt auch eine Vorbildfunktion.

















