Nachhaltige Sanierung des Bauhauses in Dessau mit Quarzoberfläche

News | Stephan Gruber | 01.09.2010
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Stiftung Bauhaus Dessau

1926 war Richtfest für das Bauhausgebäude, damals erbaut nach Plänen von Walter Gropius als gemeinsames Schulgebäude für das Bauhaus Dessau – Hochschule für Gestaltung und die Technischen Lehranstalten. Seitdem ist viel passiert: Das Bauhausgebäude wurde um- und ausgebaut, renoviert nach einem Brand, aufgenommen in die Liste des Weltkultur- und Naturerbes der UNESCO. Heute ist es Sitz der 1994 gegründeten Stiftung Bauhaus Dessau und wird jährlich von rund 100.000 Touristen besucht.

Seit seiner Gründung 1919 durch Walter Gropius in Weimar nimmt Bauhaus in der Geschichte von Kultur, Architektur, Design, Kunst und neuen Medien des 20. Jahrhunderts eine besondere Rolle ein. Es führte als eine der ersten Hochschulen für Gestaltung eine Reihe der herausragendsten Architekten und Künstler seiner Zeit zusammen und war neben pädagogisch innovativer Ausbildungsstätte auch Produktionsort und Fokus internationaler Diskussionen. Die heutige Arbeit der Stiftung Bauhaus Dessau stützt sich inhaltlich auf drei Säulen: In Dessau befindet sich die zweitgrößte Sammlung zur Geschichte des historischen Bauhauses mit etwa 26.000 Objekten, von denen ein Teil in einer Dauerausstellung im Bauhausgebäude zu besichtigen ist. Die Akademie als Säule der Lehre bietet unter anderem mit dem Internationalen Bauhauskolleg ein einjähriges interdisziplinäres Lehrangebot an – für Architekten, Stadtgestalter und Urbanisten aus aller Welt. Und in der Werkstatt schließlich stehen Projekte der Gegenwart im Mittelpunkt.

So entsteht im Bauhaus ein lebendiger interkultureller Austausch – auch jenseits der Schreibtische: Der Klub im Bauhaus bietet für Mitarbeiter wie Touristen einen zentralen Anlaufpunkt. Hier starten die meisten ihren Tag in der Bauhausstadt, und hier finden sich viele auch mittags oder abends wieder ein. Der Klub im Bauhaus hat täglich geöffnet und empfängt Gäste auch noch in den späteren Abendstunden. So hat es nicht lange gedauert, bis er sich auch unter den Bewohnern der Stadt Dessau als feste Adresse etabliert hatte. Entstanden ist der Klub in den Jahren 1988-1990 auf Initiative der Mitarbeiter und des ersten Bauhaus Direktors der Neuzeit, Rolf Kuhn. Schon damals erfreute sich der Klub großer Beliebtheit, was sich später allerdings auch durch die Verschleißerscheinungen der Einrichtung zeigte. Als 2005 das Bauhaus generalsaniert wurde, wurde der Klub mit gesamter Einrichtung komplett neu gebaut. Entwurf und Ausführung wurden zum Großteil von Bauhaus-Mitarbeitern realisiert. Unter anderen zeichnete Martin Brück dabei als Architekt verantwortlich: „Die Herausforderung bestand darin, möglichst viele vorhandene Elemente neu zu verwenden“, erinnert er sich. Zudem sollte der Klub natürlich auch mit der Umgebung des historischen Bauhauses harmonieren und wenn neue Materialien ins Spiel kamen, sollten diese möglichst zweckdienlich, sinnvoll und ökologisch verträglich sein, ganz im Sinne der Bauhaus Zielsetzung aus den 20er Jahren.

Die L-förmige Bar-Theke im Klub ist beliebter Aufenthaltsort und Ruhepool zugleich im stark frequentierten Bauhaus Dessau. Ihr Korpus ist aus Bambus-Massivplatten, die sich inzwischen als nahezu unverwüstlich erwiesen haben. Letzteres trifft auch auf Silestone® zu, aus dem die Theken-Oberfläche gefertigt ist. „Wir haben nach einem Material gesucht, das elastischer und haltbarer ist als die früher an dieser Stelle verwendete Keramikoberfläche, und stießen dabei schnell auf Silestone®“, sagt Brück. „Außerdem überzeugt hat uns der Farbton Negro Tebas, der stark angelehnt ist an den historischen Terazzo im Bauhaus.“ Insgesamt wurden im Klub im Bauhaus fünf Platten Silestone® verbaut. Das Material besteht zu 93% aus Quarz und hält außergewöhnlichen Belastungen stand, was nicht verwunderlich ist, wenn man bedenkt, dass Quarz nach Diamant zu einem der härtesten Minerale zählt. Zudem weist Silestone® besondere hygienische Eigenschaften auf.

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