Nachhaltiger Umbau statt schlechter Energieeffizienz

Foto: Roland Riethmüller

Der Gewerbeimmobilienmarkt wird durch die Energiekrise, der hohen Inflation und durch die Corona-Pandemie belastet. Eine aktuelle Umfrage zeigt jedoch, dass die Portfolioverwalter von Gewerbeimmobilien trotz der Turbulenzen in klimaneutrale Projekte investieren. Nachhaltiger Umbau bietet wirtschaftliche Vorteile, denn die hohen Energiepreise belasten den Markt. Von nachhaltigen Gebäuden erwartet man sich eine hohe Wertsteigerung.

Die gestiegenen Energiepreise, die Inflation und die Corona-Pandemie belasten den europäischen Gewerbeimmobilienmarkt. 90 Prozent der deutschen Immobilienverwalter beschleunigen deshalb ihre Energieeffizienzpläne. Das ergab eine Deepki-Studie. Der europäische Gewerbeimmobiliensektor steht vor großen Herausforderungen. Die Immobilienbesitzer haben begriffen, dass Klimaneutralität nicht nur gut für unseren Planeten sind, sondern dass dadurch auch wirtschaftliche Vorteile entstehen. An der Studie haben 250 Portfolioverwalter aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien teilgenommen.

Die überwiegende Mehrheit investiert in Verbesserungen

Die Studie nachhaltiger Umbau zeigt, dass die überwiegende Mehrheit in Verbesserungen der Energieleistung investiert. Das wirkt sich positiv auf Energierechnungen aus und es besteht auch die Chance, von Prämien zu profitieren. Nicht viele Vermögensverwalter sind der Ansicht, dass ihr gesamtes Portfolio auf dem richtigen Weg ist, um die Klimaziele zu erreichen, trotzdem investieren sie hohe Summen. Damit wollen sie die ESG-Bilanz (also Environmental, Social und Governance – zu Deutsch: Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) verbessern und gleichzeitig das Pariser Klimaabkommen einhalten.

Die Ergebnisse der Studie aus Deutschland

Die Ergebnisse der Studie aus Deutschland machen deutlich, dass aufgrund der hohen Energiepreise die deutschen Verwalter von Gewerbeimmobilien ihre Pläne zur Verbesserung der Energieeffizienz beschleunigen wollen. 98 Prozent der Befragten gaben an, dass unbewohnte Gebäude mit schlechter Energieeffizienz in Zukunft drastisch ansteigen könnten. 50 Prozent gaben an, dass nachhaltiger Umbau auch zu einer Wertsteigerung von elf bis 15 Prozent führt. 14 Prozent gaben an, dass die Wertsteigerung zwischen fünf und zehn Prozent liegen würde. Jeder Befragte erwartet bei Gebäuden mit einer schlechten CO2-Bilanz eine Wertminderung. Rund 20 Prozent der Befragten rechnen mit einer Wertminderung von 41 bis 50 Prozent.

Nachhaltiger Umbau – Ziel noch nicht erreicht

Das Ziel, nachhaltiger Umbau, ist noch nicht erreicht. Nur einer der Befragten in Deutschland ist der Meinung, dass 81 bis 99 Prozent des Portfolios bis zum Jahr 2030 die angestrebte Emissionsreduzierung um 50 Prozent erreichen werden. Ein Fünftel der Befragten gab an, dass 51 bis 60 Prozent bzw. 61 bis 70 Prozent ihres Portfolios bis zum Jahr 2030 eine Emissionsreduzierung um 50 Prozent erreichen könnten.

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