Nachhaltiges Bauen und Sanieren – ungesund oder genau richtig?

News | Jennifer Brandt | 30.11.2015
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Foto: Johannes Gerstenberg / pixelio.de

Nachhaltiges Bauen und Sanieren ist aktuell für jeden ein Thema, der sich mit Baumaßnahmen befasst. Dabei sind die Meinungen darüber zum Teil sehr differenziert. Denn während sich ein Teil der Bevölkerung sagt, dass dies der einzig richtige und sinnvolle Weg zu mehr Wohnkomfort ist, meinen andere, dass ein erhöhtes Aufkommen von Schadstoffen u.ä. vorprogrammiert ist.  Die Mitte liegt in diesem Fall eher nicht irgendwo dazwischen, sondern vielmehr deutlich bei einem höheren Wohnkomfort. Dies beweisen aktuelle Studien.

Immer mehr Bauherren sind davon überzeugt, dass nachhaltiges Bauen und Sanieren ein Mittel zu höherem Wohnkomfort und einer besseren Gesundheit ist. Doch gibt es immer wieder auch Kritiker. Diese meinen, dass die Schadstoffbelastung höher sei, das Auftreten von Schimmel begünstigt wird und die Wohnraumluft schlecht ist. Doch zahlreiche Studien haben bewiesen, dass dies nicht der Fall ist. Dies bestätigen auch neue Erkenntnisse von namhaften österreichischen Experten.

Passivhäuser zeigen Behaglichkeit

Demnach kann nachhaltiges Bauen und Sanieren nur gesund sein, da es ansonsten im Grunde eine Art „Etikettenschwindel“ sei, wie auch Renate Hammer vom Institute of Building Research & Innovation deutlich macht. Außerdem zeigt sich, dass energieeffiziente Gebäude stets die eindeutigen Vorteile mit sich bringen, einen hohen Komfort und Behaglichkeit, gepaart mit angenehmem Wohnklima bei niedrigstem Energieaufwand bereitzuhalten. Insbesondere Passivhäuser machen in der Praxis immer wieder deutlich, dass die Behaglichkeit extrem groß ist. In herkömmlichen Häusern schaffen nur Fußboden- oder Wandheizungen sowie Heizungen direkt unter dem Fenster eine vergleichbare Behaglichkeit.

Auch beim Thema Raumluft beweisen die Experten einmal mehr, dass der Austausch der Außenluft maßgeblich am CO2-Gehalt beiträgt. Natürlich kann man diesen auch mit regelmäßigem Lüften erreichen, doch eben nicht in einem kontinuierlichen Maß. Anhaltend kann ein Austausch von Frischluft eben nur über eine integrierte Lüftungsanlage gewährleistet werden. Zwar verbraucht diese tendenziell mehr Strom, doch spart sie im Umkehrschluss dafür Energie beim Heizen.

Natürlich muss am Ende jeder Bauherr selber wissen für welche Art des Bauens er sich entscheidet. Doch Studien und Expertenmeinungen können dabei durchaus ein hilfreiches Mittel sein.

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