Neue Betrugswelle mit dubiosen Zahlungsaufforderungen belastet das Handwerk

News , 03.03.2011 , Bild zu: Neue Betrugswelle mit dubiosen Zahlungsaufforderungen belastet das Handwerk
aboutpixel.de / Sven Brentrup

Immer wieder werden Handwerksunternehmen Ziel von schmierigen Geschäftemacher. Meist werden im Stil einer Rechnung oder behördlichen Zahlungsaufforderung nutzlose Angebote unterbreitet. Deshalb zahlen Sie nichts, was Sie auch nicht bestellt haben. Gerade Neugründer einer GmbH können davon ein Lied singen. Neben der vom Notar angekündigten Rechnung für den Eintrag in das Handelsregister versuchen viele windige Unternehmer auf den Zug aufzuspringen. Dabei werden nutzlose Gewerbeeinträge angeboten.

Das Geschäft mit dem Unfug scheint sich zu lohnen. Immer noch fallen viele Handwerksbetriebe auf einen Gewerbeeintrag in irgendeinem "Internet-Branchenbuch" herein. Die Methoden sind meist dieselben und oft warnen die Verbraucherverbände, Kammern sowie die Polizei davor.

So warnt die Handwerkskammer Unterfranken aktuell vor der GWE-Wirtschaftsinformations GmbH mit Sitz in Düsseldorf. Viele Handwerksbetriebe erhalten ein Schreiben mit der Überschrift "Gewerbe-Auskunft-Zentrale". Der Handwerksbetrieb wird darum gebeten, Firmenkontaktdaten zu überprüfen oder fehlerhafte Daten zu korrigieren und zu ergänzen. Nur im Kleingedruckten findet man den Hinweis auf ein Vertragsangebot zur Eintragung in ein Online-Branchenverzeichnis. Wird dieses Formular unterschreiben zurückgeschickt, schließt man einen zweijährigen Vertrag für monatlich 39,85 Euro zzgl. MwSt ab, was über die Vertragslaufzeit hinweg zu Gesamtkosten in Höhe von 956,40 Euro zzgl. MwSt führen wird. Handwerksbetriebe sollten das zugesandte Schreiben nicht unüberlegt unterzeichnen.