Neue Energieversorgung: Erschließung Geothermie gefordert

Neue Energieversorgung: Erschließung Geothermie gefordert
Foto: Bundesverband Geothermie

Deutschland muss bei der Energieversorgung entschlossener vorgehen. Die Geothermie hätte das Potenzial, den Wärmebedarf in Deutschland zu decken. Deshalb appellieren die Energieverbände an die Regierung, die entsprechenden Rahmenbedingungen dafür zu schaffen. Denn nur so sei es möglich, das Klimaziel zu erreichen und für eine preisstabile Energieversorgung zu sorgen. Die Bundesregierung hat jedoch die Vorteile bis heute nicht erkannt, obwohl jetzt die Zeit dafür gekommen ist.

Der Energieeffizienzverband für Wärme, Kälte und KWK (AGFW), der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE), der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), der Bundesverband Geothermie (BVG) und der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) fordern ein Geothermie-Erschließungsgesetz. Denn schließlich ist diese Technologie klimaneutral und könnte einen Großteil des Wärmebedarfs in Deutschland decken. Nur mit einem entsprechenden Gesetz sei der Ausbau möglich. „Grüne Fernwärme ist der Katalysator für das Erreichen der Klimaziele in den Städten“, erklärt der stellvertretende AGFW-Geschäftsführer John Miller. „Geothermie spielt dabei eine zentrale Rolle, bleibt allerdings bisher oft in Planung und Bürokratie stecken.“ Weiter betont er, dass sich die Gesellschaft diesen Luxus nicht mehr leisten könne. Es werde mehr Tempo in der Verwaltung für schnellere Genehmigungsverfahren gebraucht. Diese Technik müsse viel schneller erschlossen werden als bisher. “Klar ist auch, dass bei den Geothermieprojekten der Schutz des Grundwassers immer gewährleistet sein muss“, macht Kerstin Andreae deutlich, die Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung.

Preisstabile und sichere Energieversorgung

Diese Technologie werde benötigt, um die Klimaziele zu erreichen und eine preisstabile Energieversorgung auch für zukünftige Generationen zu erreichen. Große Teile an Raumwärme und Warmwasser kann damit nachhaltig abgedeckt werden. Besonders in den Nah- und Fernwärme bietet diese Nutzung der Erdwärme sehr viel Potenzial. Die Bundesregierung habe das bisher jedoch noch nicht erkannt. Die Beschleunigung der Genehmigungsverfahren und die Förderung geologischer Landesaufnahmen müssten jetzt vorangetrieben werden. Besonders im Wärmesektor stehen die Chancen für eine CO2-Einsparung sehr gut. Um das Potenzial besser nutzen zu können, werde daher die kommunale Wärmeplanung gebraucht. Politische Rückendeckung kommt von den Grünen. Bernhard Herrmann, Mitglied des Bundestags für die Fraktion der Bündnis 90/DIE GRÜNEN: „Um die Geothermie auszubauen, unterstütze ich politische Maßnahmen, die das Fündigkeitsrisiko gerade für Kommunen abfedern, die Explorationslage verbessern und die Geothermie als Option selbstverständlich in eine effiziente kommunale Wärmeplanung mit einbinden.“

Geothermie trägt zur Wärmewende bei

Jede Technologie, die zur Klimaneutralität beiträgt, wird dringend benötigt. Doch vor allem dieses Verfahren kann dazu einen entscheidenden Beitrag leisten. Die Energiewende muss auch als Wärmewende verstanden werden. Besonders in Bayern hat die Geothermie ein großes Potenzial. Das beste Beispiel dafür ist München. Allerdings fehlt es an Daten und es gibt ein großes finanzielles Risiko bei der Erschließung. Zudem sind die bürokratischen Hürden sehr groß. Es gibt 42 Tiefe Geothermieanlagen in Deutschland. Ist diese Energiequelle ist einmal erschlossen, stellt sie preisstabile und nachhaltige Energie für Jahrzehnte zur Verfügung. Dieser Schatz muss nur noch geborgen werden.

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