Neue Kunden finden – Ein Drittel aller Handwerker sucht im Internet

News | Stephan Gruber | 22.06.2010
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Auf eine Studie mit fast 1.600 Handwerksbetrieben stützt sich Jens Oenicke, der Geschäftsführer der Quotatis GmbH. Nach eigener Aussage ist das Portal des Kölner Unternehmens das größte Handwerks- und Dienstleistungsportal in Europa. Vermittelt werden Anfragen aus den Bereichen Handwerk und  Dienstleistungen sowie Finanzen und auch Handel. Über hunderttausend Privatpersonen und Unternehmen stellen ihre Anfragen über das Portal ins Netz. Geprüfte Handwerker und Dienstleister geben dann kostenlos und unverbindlich ihre Angebote ab.

Etwa 10.000 Handwerksbetriebe nutzen regelmäßig das 2004 gegründet  Portal. Es werden monatlich ca. 8.000 Projekte mit einem Volumen von insgesamt 300 Mio. Euro vermittelt.

Dabei ist zu beobachten, dass immer mehr Handwerkbetriebe das Internet nutzen, um neue Auftraggeber zu gewinnen. Mehr als 35 Prozent von rund 1.600 Handwerkern gaben in der aktuellen Studie an, im Internet nach neuen Auftraggebern zu suchen. Mit mehr als 50 % wächst der Anteil der Betreibe, die mit online angebahnten Aufträgen bereits ein Viertel ihres Umsatzes erzielen. Derzeit sind persönliche Empfehlungen mit etwa dreiviertel der größte Erfolgsfaktor für die Neukundengewinnung. Doch fast alle Teilnehmer der Studie sind der Meinung, dass die Auftragsakquise mittels Internet deutlich an Bedeutung gewinnen wird. Stolze 14 Prozent sind sogar der Meinung, dass für neue Aufträge in Zukunft fast ausschließlich online geworben wird.

Mit den verschiedenen Online-Portalen können gerade Bauhandwerker Konjunkturschwankungen und damit verbunden Auftragslücken ausgleichen. Durch die Schnelligkeit des Internets können auf diesem Weg sogar wetterbedingte Ausfälle gewinnbringend ausgefüllt werden. In Abhängigkeit vom eigenen Auftragsbestand kann man als Fachbetrieb für seine Leistungen ein attraktives Angebot abgeben. Doch hier gilt, sich nicht von den Geboten der Wettbewerbe nach unten reißen zu lassen, sondern auf seine eignen Kalkulation zu vertrauen. Denn all zu oft hat das Prinzip der Handwerkerversteigerungen Preisdumping zur Folge. Da Qualitätsarbeit faire Preise benötigt, ist es umso wichtiger, die eigenen Erfahrung und Qualität online gut darzustellen. Fast alle Verbraucher prüfen bei größeren Investitionen mindestens zwei bis drei Angebote, die Hälfte sogar mehr als drei. Dabei muss nicht immer nur der günstigste Bieter den Auftrag erhalten. Ein ausgewogenes Preis-Leistungsverhältnis und eine gute Portion Vertrauen in die handwerkliche Leistung eines Fachbetriebes sind meist ausschlaggebend. Gute Bewertungen in den verschiedenen Onlineportalen und gepflegte Gästebucheinträge auf der eigenen Homepage sind dabei eben so wertvolle Stützen wie eine sehr gute mündliche Empfehlung.

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