Neuer Elektro-Pickup mit 1.000 Kilometer Reichweite

News | Frank Kessler | 17.02.2020
Neuer Elektro-Pickup mit 1.000 Kilometer Reichweite
Foto: Nikola Motor Company

Elektrofahrzeuge brauchen für den Einsatz im Baugewerbe eine hohe Reichweite. Doch genau daran mangelt es häufig. Der neue Elektro-Pickup Badger vom US-amerikanische Hersteller Nikola Motor Company überzeugt mit einer Reichweite von bis zu 1.000 Kilometern. Er besitzt als Antrieb eine innovative Kombination aus Brennstoffzelle und Akku. Das Fahrzeug soll erstmals im September auf der Messe Nikola World in Phoenix zu sehen sein.

Der größte Schwachpunkt von Elektroautos ist die mangelnde Reichweite. Gerade beim Einsatz von gewerblich genutzten Fahrzeugen ist dies besonders wichtig. Die einzige Alternative ist ein Hybrid, bei dem neben dem Elektroantrieb ein zusätzlicher Verbrennungsmotor zum Einsatz kommt. Erstmals ist nun ein Fahrzeug vorgestellt worden, das für eine höhere Reichweite neben Elektro auf einen weiteren umweltfreundlichen Antrieb setzt. So lässt der Akku des neuen Elektro-Pickups Badger von der Nikola Motor Company das Elektrofahrzeug bereits etwa 300 Meilen fahren, was ungefähr 483 Kilometern entspricht. Eine Wasserstoff-Brennstoffzelle steigert die Reichweite dann auf etwa 960 Kilometer.

Elektro-Pickup kann auch Baustelle mit Strom versorgen

Der fortschrittliche Pickup sei so konzipiert, dass er jeden anderen Elektro- oder Sprit-Pickup übertrifft, berichtet Nikola Motor selbst. Der emissionsfrei fahrende Badger besitzt eine maximale Anhängelast von etwa 3,6 Tonnen und bringt es im kontinuierlichen Betrieb auf eine Leistung von ungefähr 455 PS. Durch den Elektroantrieb beschleunigt der Badger von 0 auf 100 km/h in drei Sekunden. Zudem kann er nicht nur Strom tanken, sondern auch Strom geben. Nikola Motor hat ihn mit einer 15-Kilowatt-Steckdose für Lampen, Werkzeuge und Kompressoren ausgestattet. Mit ihr lässt sich eine Baustelle ohne Generator ungefähr 12 Stunden lang mit Strom versorgen.

Ein Reality-Star half bei der Entwicklung

"Nikola hat Technologie im Wert von Milliarden in das Sattelzugprogramm gesteckt. Warum also soll man die nicht in einen Pickup einbauen?", fragt Trevor Milton, CEO der Nikola Corporation. Unterstützt wurde das Unternehmen bei der Entwicklung des Badgers von HeavyD. Es handelt sich dabei um einen Reality-TV-Star der auf DMAX laufenden Serie "Diesel Brothers", in der ein Team schwere Trucks aufmotzt. Er testete den Elektro-Pickup unter anderem unter realen Bedingungen.

Der Nikola-Badger ist ein Game-Changer

Nikola Motors bezeichnet den Elektro-Pickup Badger als Game-Changer und traut ihm einen herausragenden Einfluss auf weitere Entwicklungen zu. Laut Nikola Motors wird das Entwicklungsprogramm dazu beitragen, die Kosten für Brennstoffzellen-Komponenten in den Sattelschlepper des Unternehmens zu senken und gleichzeitig die Zahl der Wasserstoff-Stationen zu erhöhen. Auf der Nikola World in Phoenix sollen Prototypen des Badgers im September erstmals zu testen seien.

Aktuelle Kommentare zum Beitrag.
  (Geschrieben von Marc Eisele am 24.06.2020 )

Das ist das was ich brauche genau das fahre gerade RAM 1500 mit LPG und würde sofort tauschen sehr häufiger Hängerbetrieb von daher ist jeder Transporter mit 2.0 Liter Diesel Turbo nutzloser Schrott ich warte genau auf so was ist er auch bezahlbar? 
für Handwerker? 
Danke für die Information 

LG

marc Eisele 

  (Geschrieben von Red. Meistertipp am 29.06.2020 )

Wann der Elektro-Pickup in Deutschland verfügbar sein wird, ist aktuell schwer zu sagen. Wie wir erfahren haben, wird Nikola Motor ab nächstem Jahr erst einmal den batteriebetriebenen LKW "Nikola Tre" produzieren lassen.

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