Neuer Schwung durch GEG: Impuls für energetische Sanierungen

Foto: duallogic / envatoelements

Die Energiewende in Deutschland nimmt an Fahrt auf: Getrieben durch das neue Gebäude-Energie-Gesetz (GEG) und den attraktiven Fördermitteln, verzeichnet die Bauwirtschaft einen bemerkenswerten Trend. Über 6 Millionen Haushalte planen innerhalb der nächsten fünf Jahre, energetische Sanierungsmaßnahmen umzusetzen. Angesichts einer zunehmenden Akzeptanz und Bereitschaft zur Teilnahme an der Energiewende steht eine Welle von Investitionen in energieeffiziente Heizsysteme und umweltfreundliche Photovoltaikanlagen bevor. Doch trotz dieser positiven Entwicklung bleibt Skepsis: Viele Menschen zweifeln am Erfolg der Energiewende bis zum Jahr 2045.

Die Energiewende hat neuen Schwung bekommen. Denn das neue Gebäude-Energie-Gesetz (GEG) hat dazu beigetragen, dass 6,5 Millionen Haushalte planen, energetische Maßnahmen in den kommenden fünf Jahren durchzuführen. Das sind 16 Prozent der 40,9 Millionen gesamten deutschen Haushalte. Diese Bereitschaft für Investitionen liegt an den neuen Förderungen und den gesunkenen Inflationssorgen. Der Anteil der Hauseigentümer, die zur Energiewende bereit sind, stieg demnach auf 30 Prozent. Bei den Wohnungseigentümern ist der Anteil auf 20 Prozent angewachsen. Insgesamt planen 439.000 Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern noch in diesem Jahr den Einbau einer neuen Heizung. Rund 80.000 Vermieter von Mehrfamilienhäusern wollen ebenfalls klimaneutrale Heizungserneuerungen durchführen. „Danach wird die geplante Zahl von jährlich 500 Tausend Heizungsinstallationen auf Basis regenerativer Energien bereits in diesem Jahr erreicht“, bestätigt Dr. Oliver Gaedeke, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens Sirius Campus. „Wenn die noch geringe Bekanntheit der Heizungsförderung weiter zunimmt, ist sogar mit einer noch höheren Investitionsbereitschaft zu rechnen.“

Für energetische Sanierungen ist Klarheit essenziell

Direkte Ansprachen und Beratungen, zum Beispiel durch Handwerker oder Schornsteinfeger, sind für eine Energiewende besonders wirksam. Leider ist die Zahl der angesprochenen Haushalte von 35 Prozent im Jahr 2021 auf 25 Prozent im Jahr 2023 gesunken. Schuld daran ist die lange Wartezeit auf das GEG. Die Hälfte aller Haushalte hat jedoch das Interesse nicht verloren und die Diskussion um die Energiewende verfolgt. Rund ein Viertel der Haushalte erklärt nun, durch das neue GEG Klarheit erhalten zu haben und die Energiewende durch energetische Sanierung jetzt einläuten zu wollen.

Vertrauen in die Energiewende fehlt

Trotzdem dominiert bei den Menschen eher eine negative Zukunftserwartung, was die Energiewende bis zum Jahr 2045 betrifft. Lediglich ein Siebtel glaubt an das Gelingen. Erfreulich ist jedoch, dass der PV-Boom anhalten wird. Innerhalb der letzten zwei Jahre haben Photovoltaik-Anlagen deutlich an Beliebtheit zugenommen. An dieser Hochkonjunktur wird sich erstmal nicht viel ändern, eher ist in den nächsten fünf Jahren mit einer weiteren Zunahme zu rechnen.

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So berichtet man wohl, wenn man nicht über seinen Tellerrand hinausschaut.
Die meisten angeordneten „energetischen Sanierungen“ sind für private Haushalte nicht finanzierbar. Die Infrastruktur in den Innenstädten gibt es ebenfalls nicht her. Jeder der jetzt noch in Wärmepumpen investiert, ist selbst Schuld!
Außerdem sollte man, bevor man investiert, genau überlegen, wie lange es dauern wird, bis die Investition sich rentiert. Nicht vergessen: Die hohen Energiepreise sind der ideologischen Politik geschuldet.

Der Anfang in den Einstieg zur Wärme Wende bei den Bestandsgebäuden hin zur Klimaneutralität scheint geschafft. Der Rest ist Psychologie. Die Betroffenen müssen ermutigt werden das Ziel durch persönliches Engagement mit zu tragen.
Das darf aber nicht darüber hinweg täuschen, das weitere riesige Anstrengungen notwendig sind. Die sehr verbreitete Gas Nutzung für die Erzeugung von Wärme muss mittelfristig durch EE ersetzt werden. Hier ist noch Unklarheit in welchem Maß und Umfang wann das möglich sein wird.
Für die dezentrale Versorgung mit erneuerbaren Strom fehlt die dafür notwendige digitale Infrastruktur und die Sektorenkopplung. Bis 2035 ist das unter den derzeitigen Bestrebungen nicht zu erkennen, wie dieser Ausbau geschafft werden kann. Noch steht das politische Bestreben auch die zentrale Versorgung auf überwiegend erneuerbarer Energieversorgung unreflektiert den Wünschen zum kompletten Ausbau der Übertragungsnetzbetreiber gegenüber. Daran kann die effiziente Transformation leiden, wenn hier die Politik nicht klar signalisiert was sie gemeinschaftlich für richtig hält, um den Weg auf das Ziel eindeutig und zweifelsfrei zu bestimmen. Dazu muss der bisherige unglückliche politische Diskurs beendet werden, damit auch die Maßnahmen bestimmt und Investitionssicherheit für alle Beteiligten gegeben sein wird.

Man kann immer versuchen positive Stimmung zu vertreiben !!

Hä ? … Wer recherchiert denn in dieser Redaktion ? Habek persönlich ? … Weder BAFA noch KfW haben derzeit Fördermittel in den Töpfen, alle 10 Minuten werden zudem die Reglen neu erfunden !!!! Ijhr seid ja nicht klar im Kopf solche fadenscheinigen Artikel zu posten !!!!

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