Neuer Tariflohn im SHK-Handwerk Nordrhein-Westfalen

News | Jennifer Brandt | 07.01.2014
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Foto: FVSHK NRW

Das neue Jahr beginnt für das SHK-Handwerk in Nordrhein-Westfalen mit Lohn- und Gehaltserhöhungen. Nach langen und harten Kämpfen zwischen den Tarifvertragsparteien hat man kurz vor Weihnachten endlich einen Tarifabschluss mit gütlicher Einigung finden können. Diesem muss nun Mitte Januar zwar noch endgültig zugestimmt werden, dann aber ist der neue Tariflohn im SHK-Handwerk wirksam und auf den Konten der Beschäftigten im  Nordrhein Westfalens auch sichtbar.

Wie in vielen anderen Tarifvertragsverhandlungen auch, waren die Fronten im SHK-Handwerk Nordrhein-Westfalens verhärtet und eine Kompromissbereitschaft lange nicht erzielbar. Dennoch hat es sich gelohnt und beide Seiten, die IG Metall und der Fachverband, haben in der dritten Verhandlungsrunde einen Konsens zum Tariflohn im SHK-Handwerk gefunden.

Die IG Metall hatte ihre Forderungen von Beginn an klar definiert. Man beanspruchte für die Beschäftigten eine satte Lohn- und Gehaltserhöhung von 5,5 Prozent, bei einer Laufzeit von gerade einmal 12 Monaten. Dass die Arbeitgeberseite hierbei nicht sonderlich erfreut war, lässt sich erahnen. Dennoch hat man es am 17. Dezember 2013 erfreulicherweise geschafft, einen Weg zu finden, mit dem beide Tarifparteien gut zurecht kommen werden. Zwar mussten Zugeständnisse gemacht werden, doch sind diese immer noch im Sinne der Beschäftigten erzielt worden.

Gemäß der vorläufigen Einigung hat man sich für eine schrittweise Anhebung der Tariflöhne und Gehälter über die nächsten 24 Monate entschieden. Im Detail bedeutet dies für die Beschäftigten eine Lohn- und Gehaltserhöhung von 3,3 Prozent zum 1. Januar 2014. Die Laufzeit liegt bei 12 Monaten bis zum 31. Dezember 2014. Im nächsten Schritt werden zum 1. Januar 2015 ein weiteres Mal der Tariflohn und Gehalt angehoben, diesmal um 2,7 Prozent. Auch hier liegt die Gültigkeit wieder bei 12 Monaten, also bis zum 31.Dezember 2015. Des Weiteren werden auch die Auszubildenden mehr Geld in der Tasche haben. Sowohl zum 1. Januar 2014, wie auch zum 1. Januar 2015 jeweils 35 Euro im Monat.

Neben der Einigung zum neuen Tariflohn und Gehältern im SHK-Handwerk wurden auch weitere Themen beschlossen. So werden die Auslösungssätze nach oben hin glattgezogen. Dies führt je Stufe zu einer Erhöhung um 2,9 bis 3,9 Prozent. Außerdem wird es zukünftig eine neue Einstufung bei den Gehaltsstufen der Meister geben. Diese ist der „Jungmeister“ und liegt unter den bisherigen Meister-Gehaltsstufen. Die „Jungmeister“ werden damit auch eine geringere Vergütung bekommen als die über ihnen liegenden Gehaltsstufen. Zu guter Letzt hat man auch bei dem Verfall von Urlaubsansprüchen eine Veränderung erwirkt. Der Verfall der Urlaubsansprüche wird demnach neu geregelt, wodurch die Betriebe beispielsweise bei langer Krankheit eines Beschäftigten besser dastehen werden.

Alles in allem ist die getroffene Vereinbarung zum neuen Tariflohn im SHK-Handwerk ein Gewinn für beide Seiten, denn jeder hat einen verbesserten Planungshorizont. Außerdem steigt auch die Attraktivität für das SHK-Handwerk und weckt so das Interesse beim Nachwuchs. Nun gilt es also, dass die beiden Tarifvertragsparteien am 17. Januar 2014 ihre endgültige Zustimmung zum neuen Tariflohn geben, damit der neue Tarifvertrag im SHK-Handwerk für Nordrhein-Westfalen wirksam wird.

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