Neues Förderprogramm treibt energieeffizientes Bauen mit Holz

Neues Förderprogramm treibt energieeffizientes Bauen mit Holz
Foto: Roland Riethmüller

Die Europäische Union hat klare Ziele und fordert auch von der Bauwirtschaft eine deutliche Reduzierung der Emission der Treibhausgase. Dabei spielt zum Erreichen der ambitionierten Klimaschutzziele die Energieeffizienz eine wesentliche Rolle. So ist Holz für ein energieeffizientes Bauen bestens geeignet und wird künftig stärker durch den Bund gefördert. Durch ein neues Förderprogramm können Bauherren zinsgünstige Kredite bekommen, wenn sie die Voraussetzungen erfüllen.

Um die globale Erderwärmung zu senken, muss auch das Bauen energieeffizienter werden. Geht es dabei nach dem Willen der Europäischen Union, dann soll die Emission der Treibhausgase bis zum Jahr 2030 auf 55 Prozent unter den Werten aus dem Jahr 1990 gesenkt werden. Bis zum Jahr 2050 soll der Ausstoß sogar komplett bei null liegen. „Wer vor diesem Hintergrund fordert, in Deutschland die KfW-Förderung für das Effizienzhaus EH40-NH auszusetzen, hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt“, warnt Peter Aicher, Präsident von Timber Construction Europe, dem europäische Dachverband des Zimmerer- und Holzbaugewerbes. Zwar könne das Bewertungssystem beim Thema Ressourceneffizienz noch nachgebessert und optimiert werden. „Doch am Standard des EH40-NH müssen wir festhalten.“ Denn beim Hausbau sei nicht nur die Erstellungsphase wichtig, sondern auch die Nutzungsphase.

Energieeffizientes Bauen senkt den Energieverbrauch der Gebäude

Egal ob bei Sanierungen von Bestandsgebäuden oder beim Neubau, die Gebäudeenergieeffizienz spielt zum Erreichen der Klimaziele eine wichtige Rolle. Der Anteil von Gebäuden am gesamten Energieverbrauch in Deutschland liegt bei 35 Prozent. Das sind 30 Prozent des gesamten CO2-Ausstoßes. Daher ist es nur logisch, dass die Bundesregierung energieeffizientes Bauen fördert. Architekten und Bauherren planen und bauen bereits zukunftsorientiert. Hinzu kommt, dass energieeffiziente Immobilien einen höheren Marktwert haben. Dabei kann besonders auch der Holzbau wertvolle Arbeit leisten. Der Baustoff Holz ist nicht nur ein Kohlenstoffspeicher, sondern besitzt auch sehr gute Dämmwerte. Mit Holz lassen sich nicht nur der Energieverbrauch, sondern auch die Umweltbelastung senken.

Neues Förderprogramm hilft beim Bauen mit Holz

Zum 1. März 2023 tritt das neue Förderprogramm „Klimafreundlicher Neubau“ (KFN) des Bundes in Kraft. Mit einem entsprechenden Nachweis über der Nachhaltigkeitskriterien können die Bauherren einen zinsgünstigen Kredit bekommen. „Moderne Holz-Fertighäuser bringen alle Voraussetzungen für die neue KFN-Förderung mit und werden auf Wunsch förderfähig geplant”, erklärt Georg Lange, Geschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau (BDF). “Wer die neueste Generation Fertighäuser kennenlernen möchte, kann diese förderfähigen und besonders zukunftssicheren Eigenheime in den FertighausWelten unseres Verbandes live erleben und besichtigen.“

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Wohnungsbau in Holz

Ohne Holz ist Bauen nicht möglich.

Aber den gleichen Fehler wie beim PKW alle auf Batterien gesetzt haben ohne die Folgen der Silizium Förderung zu beachten! Jetzt alles in Holz gebaut werden soll!

Stimmt, Holz speichert CO2 ein, aber nur solange er im Wald steht!!!

Wenn dann kein Wald mehr steht kann man dann ja eine PV Anlage montieren ?

Wie Entsorgt man dann die Holzhäusern wenn die z.B. nach 30 – 40 Jahren abgerissen werden? Dann besteht so ein Haus nur aus ca. 6-10% aus Holz!

Es gibt Bauprojekte wie Porenbeton die Kalkgebunden sind und nachgewiesen sogar lebenslang CO2 aufnehmen und dauerhaft binden! Zudem sind die Hersteller guter Dinge, in naher Zukunft, alten Porenbeton von Abrissen wieder in die Produktion neuer Produkte zu verwenden.

Es gibt bestimmt auch noch andere Produkte und daher nicht immer alles auf 1 Karte setzen ? und immer den richtigen Hebel einsetzen!

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