Noch keine dauerhafte Lohnsteigerung am Bau

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Foto: Roland Riethmüller

Lohnverhandlungen stellen Arbeitnehmer und Arbeitgeber immer wieder vor Herausforderungen, denn einen für beide Seiten akzeptablen Kompromiss zu finden, fällt nicht immer leicht. Dennoch sind es schließlich die Arbeitnehmer, die mit ihren Löhnen dann auch wieder für eine positive Entwicklung der Volkswirtschaft sorgen. Doch nur bei Lohnsteigerung kann das Geld auch entsprechend ausgegeben werden. Auch wenn die Entwicklung der Löhne auf einem guten und richtigen Weg ist, so bleibt abzuwarten, ob dieser dauerhaft ist.

Es ist erfreulich festzustellen, dass die Löhne derzeit endlich wieder steigen und die Tarifverhandlungen der letzten Monate stets erfolgreich waren. Dennoch macht die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) deutlich, dass man noch nicht von einer generellen Trendwende zu konstant steigenden Einkommen sprechen kann. Trotz allem zeigt sich, dass die Tariflöhne in diesem Jahr um durchschnittlich 3,1 Prozent gestiegen sind. Dies entspricht einer realen Lohnsteigerung von zwei Prozent.

Bei der Kritik der IG BAU macht man vor allem klar, dass gerade die diesjährigen Tarifverhandlungen stark durch die Durchsetzung der Mindestlöhne getrieben wurde. Somit gab es zwar durchaus eine Lohnsteigerung, doch ist diese maßgeblich durch die Mindestlöhne beeinflusst. Es bleibt abzuwarten, wie sich das Ganze im Jahr 2015 entwickeln wird, wenn nur noch über die reinen Tariflöhne verhandelt wird.

Bei aller Freude der Beschäftigten über die Entwicklung der Tariflöhne lässt sich leider aber auch immer wieder feststellen, dass viele Arbeitgeber nicht bereit sind, diese auch an ihre Beschäftigten zu zahlen. Dabei üben Arbeitgeber in solchen Fällen allzu gerne Druck auf die Mitarbeiter aus, in dem man durch Entlassungen o.ä. droht, sofern die Angestellten auf Zahlung ihrer ihnen zustehenden Tariflöhne bestehen. Letztlich sollte jedem Beschäftigten dabei aber bewusst sein, dass dies momentan kein Argument sein kann, denn die Bauwirtschaft floriert geradezu und leidet dabei gleichzeitig unter dem Fachkräftemangel. Arbeitnehmer brauchen sich also von Arbeitgebern keineswegs Angst einjagen lassen, wenn sie auf Zahlung ihrer Tariflöhne bestehen.

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