Notfallplanung für Kleinbetriebe bei Ausfall vom Chef

News | Roland Riethmüller | 21.07.2014
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Foto: Thomas Blenkers / pixelio.de

Was passiert eigentlich, wenn der Chef längere Zeit ausfällt? Wirtschaftsverbände gehen davon aus, dass nur etwa die Hälfte der Kleinunternehmen strukturierte Vorsorgemaßnahmen ergriffen haben. Es kann manchmal ganz schnell gehen und dann stehen Existenzen auf dem Spiel. Die Handwerkskammern raten daher, sogenannte Notfallkoffer zu packen, die im Ernstfall Vertretungsregelungen und Vollmachten enthalten.

Wie im Privaten wird auch in Handwerksbetrieben eines gerne verdrängt: Unfall, schwere Krankheit oder gar Tod. Denn was passiert tatsächlich, wenn der Chef für eine längere Zeit ausfällt? Die Geschäftsbereichsleiterin Unternehmensberatung der Handwerkskammer Reutlingen bringt es auf den Punkt: „In manchen Fällen genügt schon ein zweiwöchiger Ausfall des Chefs, um ein laufendes Unternehmen in eine Schieflage zu bringen“.

Daher raten Wirtschaftsverbände und Handwerkskammern vor allem kleinere Handwerksbetriebe dazu, einen gepackten Notfallkoffer griffbereit in der Ecke stehen zu haben. Gerade für Kleinbetriebe ist es essentiell, sich frühzeitig auf diesen Fall der Fälle vorzubereiten. Der Notfallkoffer sollte alle wichtigen Dokumente, aber auch organisatorische Regelungen hinsichtlich der Vertretungsregelung sowie Infos zum laufenden Geschäft beinhalten. Dazu müssen im Vorfeld Überlegungen zu Vollmachten angestellt und Versicherungsfragen geklärt werden. Um im Notfall den Betrieb aufrecht zu erhalten, müssen darüber hinaus aktuelle Projekte dokumentiert sein. Gerade auch Zugangscodes, Passwörter und die Pin-Nummer des Firmenkontos müssen sicher hinterlegt sein, so dass auf der einen Seite ein unbefugter Zugriff verhindert wird, im Notfalls jedoch darauf zugegriffen werden kann.

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