Olympiastadion in München wird saniert

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Robert Köhn / pixelio.de

Nichts hält für die Ewigkeit. Auch am olympischen Beton in München nagt der Zahn der Zeit, weshalb bereits seit einigen Jahren die oberen Zuschauerränge des Münchner Olympiastadions wegen akuter Einsturzgefahr gesperrt sind. Nun wird 40 Jahre nach dem Bau der sogenannte Rundbalken saniert. Mit einem speziellen Gerüst werden in 25 Meter Höhe marode Trümmerteile abgetragen, zerkleinert, über ein schräges Schienensystem nach unten abtransportiert und gleichzeitig neu betoniert.

Nachdem der Beton im Olympiastadion der Bayrischen Landeshauptstadt bröckelt und aus Sicherheitsgründen bereits Teile gesperrt wurden, ist die Politik aktiv geworden. Um noch größeren Schaden abzuwenden, wurde im Dezember 2009 vom Münchener Stadtrat die Sanierung des denkmalgeschützten Bauwerks beschlossen. Für die Sanierung des 1,2 Meter tiefen Stahbetonriegels am oberen Rand der Zuschauerränge unter dem Dach der Haupttribüne wurden mehr als 10 Millionen Euro veranschlagt. Gemäß Kooperationsvereinbarung mit der Olympiapark München GmbH (OMG) ist die SWM (Stadtwerke München) der Bauherr der Sanierung. Seit März 2010 laufen die Abriss- und Aufbauarbeiten, die planmäßig im September diesen Jahres abgeschlossen sein sollen.

Vor den eigentlichen Baumaßnahmen müssen die bis zu 65 Tonnen schweren Trümmerteile vorsichtig wie im Bergbau zerkleinert und über ein Schienensystem in die Tiefe befördert werden. Dabei ist größte Vorsicht geboten, da die Trümmer durch ihr hohes Gewicht beim Herabfallen größte Schäden anrichten können. Ein außergewöhnliches Gerüst stützt dabei den Rundbogen auf 315 Meter Breite von der Umgriffebene aus ab. Mit Hilfe der Ingenieure der Bauunternehmung H. Nagelschneider GmbH & Co. KG aus München sowie des Stahl- und Anlagenbau-Spezialisten Prebeck GmbH aus Bogen/Fürth entstand so eine anspruchsvolle Konstruktion, deren Tragwerk auf einem Brücksystem über der Umgriffebene basiert und damit den laufenden Betrieb des Stadions nicht beeinträchtigt.

Die Lauffläche und die Sicherheitsgeländer auf dem Gerüst bestehen aus systemfreien, zugelassenen und sicheren BSS© Gerüstdielen und –Brettern.  Dabei wird ausschließlich festigkeitssortiertes Holz nach DIN 4074/S10 verwendet und aus Sicherheitsgründen mit einem aufmerksamkeitsstarken signalblauen Farbton gefärbt. Durch einen zusätzlichen Stempel ist die Herkunft der BSS© Gerüstdielen und –Bretter für jeden Bauleiter, Polier und Mitarbeiter sofort zu erkennen.

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