Online-Plattformen im Handwerk: 7 Schritte zur besseren Nutzung

Online-Plattformen im Handwerk: 7 Schritte zur besseren Nutzung
Foto: Roland Riethmüller

Plattformen im Internet haben für Handwerksbetriebe eine immer größere Relevanz. Sie können Betriebe bei Aufgaben wie der Kundenakquise und der Suche nach Kooperationspartnern unterstützen. Aus diesem Grund wurde die aktuelle Studie „Plattformkompass Handwerk“ initiiert und in diesem Rahmen ein praxisnaher Leitfaden herausgebracht. Er soll Handwerksbetriebe in die Lage versetzen, Plattformen als digitales Werkzeug für ihre Ziele besser zu nutzen.

Der Leitfaden “Plattformkompass Handwerk” vom Baden-Württembergischen Handwerkstag (BWHT) und dem Ferdinand-Steinbeis-Institut identifiziert vier verschiedene Arten von Plattformen, die für das Handwerk relevant sind. Zu ihnen zählen Vermittlungsplattformen. Sie vermitteln dem Handwerksbetrieb zum Beispiel Arbeitskräfte, relevante Daten oder Dienstleistungen oder ermöglichen Käufe. Auf Community-Plattformen bewerten Personen oder Personengruppen beispielsweise die Leistungen von Unternehmen oder tauschen sich über Innovationen aus. Auf Kooperationsplattformen kommunizieren potenzielle Partner miteinander und tauschen bei Bedarf Dokumente oder Daten miteinander aus. Die Plattformen zur Prozessunterstützung unterstützen die Betriebe schließlich durch cloudbasierte Software bei Aufgaben wie Warenwirtschaft, Kundenverwaltung, Arbeitsvorbereitung und Vertrieb. Das Ferdinand-Steinbeis-Institut hat während der Studie einen guten Überblick über die diversen Plattform-Angebote gewonnen und gibt diese Informationen auf seiner Website an Interessierte weiter.

Sieben Schritte zur besseren Plattformnutzung

Für jeden Handwerksbetrieb haben die verschiedenen Plattformarten eine unterschiedlich große Bedeutung. Deshalb wird jeder Betrieb seine eigene Strategie zur Nutzung finden müssen. Der Leitfaden bietet dafür sieben Schritte, um die richtigen Entscheidungen für eine Nutzungsstrategie zu treffen oder sogar eine eigene Plattform zu gründen.

Die ersten drei Schritte beschäftigen sich vor allem mit der aktuellen IST-Situation des Betriebs und beantworten die Frage, wie das eigene Geschäft abläuft. Darüber hinaus wird nach den aktuellen Problemen und Wünschen sowie nach den Kriterien zur Lösung selbiger gefragt. Der vierte Schritt ist die Suche nach Antworten auf die Frage, bei welchen Problemen und Wünschen eine Plattform den Betrieb unterstützen könne. Im fünften und sechsten Schritt identifiziert man die Plattformkategorie, die zu den eigenen Problemen/Wünschen passt. Und in Schritt 7 setzt man die Präsenz auf der jeweiligen Plattform konkret um.

Die Studie basiert auf umfangreichen Interviews

Der Leitfaden ist Teil der Studie „Plattformkompass Handwerk“. Sie soll Interessenten einen tiefen Einblick ermöglichen, welche Chancen, Veränderungen und Herausforderungen sich im Handwerk durch digitale Plattformen ergeben. Für ihre Studie haben die Autoren 25 umfangreiche Interviews mit Handwerksbetrieben aller Gewerkegruppen sowie der Politik und Organisationen des Handwerks geführt. Zu den konkreten Vorschlägen in der Studie gehört die Überwindung von Einstiegsbarrieren der Handwerksbetriebe wie mangelnde IT-Kompetenz.

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