Optimismus am Bau - Wohnungsneubau treibt Bauwirtschaft

News | Frank Kessler | 17.03.2021
Optimismus am Bau - Wohnungsneubau treibt Bauwirtschaft
Foto: Roland Riethmüller

Die Bauwirtschaft trotzt der Corona-Krise. So wird in diesem Jahr wieder mit einem leichten Wachstum gerechnet. Dabei wirkt sich die Baukonjunktur auch auf die Beschäftigungszahlen aus, denn die Bauwirtschaft konnte diese Zahlen halten. Das Bauhauptgewerbe konnte sehr stark von der Entwicklung im Wohnungsneubau profitieren. Insgesamt ist die Bauwirtschaft damit weiterhin eine wertvolle Stütze im Hinblick auf die gesamte Konjunktur.

Die Bauwirtschaft blickt optimistisch in die Zukunft. Trotz der Pandemie konnte im Jahr 2020 ein solides Ergebnis erzielt werden. "Wir blicken auf ein kompliziertes Jahr 2020 zurück, das uns immerhin noch ein Umsatzwachstum von 2,5 Prozent gebracht hat”, erklärt Marcus Nachbauer. “Allerdings ist das Jahr bei unseren Mitgliedern sehr unterschiedlich verlaufen." Mit diesen Worten stellt der Vorsitzende der Bundesvereinigung Bauwirtschaft die unterschiedliche wirtschaftliche Entwicklung der rund 370.000 Mitgliedsbetriebe dar. Weiter prognostiziert Nachbauer für das laufende Jahr 2021 ebenfalls ein kleines Wachstum von 1,3 Prozent.

Boomender Wohnungsneubau treibt Bauhauptgewerbe

"Die Bauwirtschaft brummt. Die Wohnungswirtschaft wächst sogar deutlich stärker, trotz Corona-Krise”, kommentiert Bundesminister Horst Seehofer die wirtschaftliche Lage der Bauwirtschaft. “Das ist kein Zufall, sondern auch Ergebnis kluger Baupolitik. Wir machen Politik für Wohnraum, den man sich leisten kann." Denn die gute Entwicklung im Wohnungsneubau hat die gute Entwicklung im Bauhauptgewerbe mit beeinflusst. Im vergangenen Jahr wurden 128,4 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das entspricht einem Plus von 4,9 Prozent. Für das laufende Jahr wird sich das Wachstum allerdings abschwächen und am Ende nur noch ein Plus von 130 Milliarden Euro erwartet. Die Zahl der Beschäftigten dürfte jedoch weiter auf rund 880.000 Mitarbeiter ansteigen.

Leicht gesenkte Umsatzdynamik im Ausbaugewerbe

Der coronabedingte Nachfragerückgang von Industrie und Dienstleistung machte sich im Baunebengewerbe am stärksten bemerkbar. So erzielte der Ausbau im Jahr 2020 insgesamt einen Umsatz von 94,5 Milliarden Euro, was einem Rückgang von 0,5 Prozent entspricht. Auch die Aussichten für das laufende Jahr sind nicht besser. So wird lediglich mit einem leichten Umsatzwachstum von einem Prozent bei einem Umsatzergebnis von 95,5 Milliarden. Euro mit 877.000 Fachkräften gerechnet.

Gebäudetechnik mit stabilem Wachstum

Die Verbände ausbaunaher Gewerke, deren Schwerpunkt im Wohnungsbau und im Bereich der Privatkunden liegt, wie der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) und der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH), berichten dagegen von einer positiven Geschäftsentwicklung. Im Jahr 2020 lag der mithilfe von 1,64 Millionen Beschäftigte erwirtschaftete Umsatz bei 140,6 Milliarden Euro. Das ist immerhin noch ein Plus von 2,4 Prozent. Für das Jahr 2021 wird mit einem Wachstum von rund 2 Prozent gerechnet.

Das zeigt, wie positiv die Baukonjunktur trotz der Corona-Krise ist. Trotzdem fordert Nachbauer die Politik auf, auf staatlichen Ebenen die Investitionen hochzuhalten. Eine Anhebung des Investitionsbudgets ist deshalb besonders wichtig.

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