Positionspapier zur Energiewende

News | Jennifer Brandt | 03.11.2014
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Foto: Uwe Schlick / pixelio.de

Die Energiewende ist und bleibt ein streitbares Thema, bei dem die Meinungen der Politik und des Handwerks nicht unbedingt konform sind. So meint die Politik durch teilweise verpflichtende Maßnahmen, ihre Klimaziele erreichen zu können. Das Handwerk steht dieser Meinung sehr differenziert gegenüber. Um die Politik einmal mehr zu sensibilisieren wurde nun ein gemeinsames Positionspapier des Bundesindustrieverbandes Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e.v. (BDH) und des Zentralverbands Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) entwickelt.

Dass die Energiewende ein absolutes Muss darstellt, ist unumstritten. Doch die Frage danach, wie man dieses Ziel am besten erreichen kann, erhitzt die Gemüter immer wieder. Für das Handwerk steht fest, dass nur eine gezielte energetische Beratung und die Ausführung qualitativ hochwertiger Arbeiten zu einer erfolgreichen Energiewende führen können. Dass diese darüber hinaus durch finanzielle Anreize unterstützt werden muss, ist für das Handwerk ebenfalls selbstverständlich.

Die Politik ist dagegen des öfteren der Ansicht, dass man die Bürger durch gezielte Verpflichtungen zu energetischen Sanierungen zwingen müsse. Dies kann aber der Logik nach nur kontraproduktiv sein. Das möchten daher der BDH und ZVSHK noch mal durch ihr gemeinsames Positionspapier bekräftigen.

Manfred Greis, BDH-Präsident, erklärt zu dem Papier: „Im Gebäudebereich, dem größten Energieverbrauchsektor Deutschlands, schlummern riesige Energie- und Co2-Einsparpotenziale. Mit dem vorgelegten Papier empfehlen sich Industrie und Handwerk gleichermaßen der Politik als Ansprechpartner, wenn es darum geht, den Modernisierungsstau im Gebäudebereich endlich aufzulösen.“

Das Positionspapier beinhaltet die Forderung nach stabilen Rahmenbedingungen für den Wärmemarkt. Diese sollen dabei sowohl europäische wie auch bundesweite Energiekonzepte unterstützen. Des Weiteren macht das Papier klar, dass man mehr Möglichkeiten erhalten sollte, seine eigene Kompetenz stärker zu präsentieren und dem Kunden nahe zu bringen. Am Ende kann nur durch gezielte Beratung das Bewusstsein für eine erfolgreiche Energiewende geschärft werden.

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