Risiko Hautkrebs - Baugewerbe beschließt Maßnahmenpaket

News , 04.03.2019 , Frank Kessler Risiko Hautkrebs - Baugewerbe beschließt Maßnahmenpaket
Foto: Thomas Lucks - BG BAU

Wer auf der Baustelle draußen mit freiem Oberkörper arbeitet und dafür die entsprechende Figur hat, mag zwar mega cool sein. Doch ein ungeschütztes Arbeiten birgt auch erhebliche Gefahren. Denn viele Beschäftigte verzichten nämlich auf einen Sonnenschutz und verkennen damit die Gefahr, an Hautkrebs zu erkranken. Deswegen haben die Bauverbände ein Maßnahmenpaket zur Aufklärung beschlossen.

Die Bauverbände warnen vor gefährlichen Hautkrankheiten, die auf der Baustelle durch mangelnden Sonnenschutz entstehen können. Sicherlich mag es cool sein, sich mit freiem Oberkörper auf der Baustelle zu zeigen. Trotzdem sollte man die Kraft der Sonnenstrahlen nicht unterschätzen. Wer ohne Sonnenschutz in der prallen Sonne mit freiem Oberkörper arbeitet, riskiert an schweren Hautkrankheiten zu erkranken. "Daher haben wir gemeinsam mit verschiedenen anderen Verbänden ein Maßnahmenbündel vereinbart, um das durch intensive Sonneneinstrahlung ausgelöste Hautkrebsrisiko deutlich zu minimieren." Dieses erklärte der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB), Felix Pakleppa, angesichts der Zustimmung der beteiligten Verbände zu der unter Federführung des Deutschen Baugewerbes mit der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau) und der Berufsgenossenschaft abgeschlossenen Sozialpartnervereinbarung.

Aufklärung und Prävention stehen an erster Stelle

Mit einem Maßnahmenpaket wollen die Verbände Prävention betreiben. Dabei sollen die Beschäftigten darüber aufgeklärt werden, wie sie sich vor der Sonneneinstrahlung besser schützen können. Ziel ist es, den Arbeitsschutz zu erhöhen und das Risiko zu minimieren. Das gelingt auch durch einfache Maßnahmen. Das soll unter anderem mit einer App gelingen, die die UV-Strahlung am Arbeitsplatz misst und aufzeigt, wie man sich am besten schützen sollte. Das Kernstück der Sozialpartnervereinbarung ist die sogenannte Angebotsvorsorge. In der Praxis sieht das so aus, dass die Arbeitgeber ihren Mitarbeiter einmal jährlich empfehlen, den Betriebsarzt aufzusuchen. Ebenfalls wird der Besuch beim Haus- und Hautarzt empfohlen, um ein Hautscreening durchführen zu lassen. Damit kann die gefährliche Hautkrankheit schon im frühen Stadium entdeckt werden. Die Untersuchungen finden während der Arbeitszeit statt. Die Kosten hierfür tragen die Arbeitgeber.

Eine Pflichtvorsorge ist zunächst zu den Akten gelegt

Ursprünglich war eine Pflichtvorsorge geplant. Doch mit der neuen Angebotsvorsorge wurde eine zufriedenstellende Lösung gefunden, ohne dass die Arbeiten auf den Baustellen zum Erliegen kommen. Trotzdem wird gewährleistet, dass eine Reihe von Untersuchungen durchgeführt werden können. Es bedarf keiner staatlichen Gesetze, um passende Lösungen zu finden, um das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken, zu minimieren.