Risiko Heizöltank - TÜV bemängelt unregelmäßige Wartung

News | Frank Kessler | 15.09.2020
Risiko Heizöltank - TÜV bemängelt unregelmäßige Wartung
Foto: TÜV Rheinland

Zirka fünf Millionen Heizöltanks sind in Deutschland im Einsatz. Viele Anlagen werden jedoch nicht regelmäßig gewartet oder überprüft. Das ist ein großes Haftungsrisiko für Privateigentümer und Betriebe. Der beste Zeitpunkt für eine Wartung ist, bevor der Heizöltank gefüllt wird. Das erfordert deutlich weniger Aufwand, als bei einem vollen Tank, bei dem das Öl erst wieder abgelassen werden muss.

Es reicht schon ein Liter ausgelaufenes Heizöl aus, um eine Million Liter Grundwasser zu verunreinigen. Der Technische Überwachungsverein Rheinland (TÜV Rheinland) bemängelt deshalb, dass nur wenige Tanks regelmäßig gewartet und überprüft werden. Der beste Zeitpunkt sei demnach, wenn der Tank fast leer ist. Das erfordert weniger Arbeit, als mit dem Abpumpen des Öls aus dem Tank. Wird eine Heizungsanlage regelmäßig durch einen Sachverständigen überprüft, erhält diese eine Plakette, wenn kein Mangel vorliegt. Sollte eine solche Plakette fehlen, kann der Heizöllieferant die Befüllung des Tanks verweigern.

Besondere Pflichten gibt es in Schutzgebieten

Insgesamt sind in Deutschland fünf Millionen Heizöltanks in Betrieb. In Überschwemmungsgebieten und in Wasserschutzgebieten gibt es eine regelmäßige Prüfpflicht für Erdtanks und für oberirdische Tankanlagen ab einer Füllmenge von 1.000 Litern. Typische Einfamilienhäuser haben Öltanks zwischen 2.500 bis 4.000 Liter. Mit der Zeit sammeln sich in den Anlagen Ölschlamm. Aus diesem Grund sollten diese Anlagen regelmäßig gewartet werden. Das ist erforderlich, weil der Ölschlamm zu Verstopfungen an den Anlagenteilen führen kann. Außerdem wird die Leistung dadurch vermindert und es kann zu einem Komplettausfall der Heizung kommen.

Schäden am Heizöltank können vermieden werden

Bei oberirdischen Tankanlagen sieht die Verordnung zum Umgang von Anlagen mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) nur eine erstmalige Prüfung vor, wenn diese außerhalb von Überschwemmungsgebieten und Wasserschutzgebieten liegt und diese ein Fassungsvermögen von bis zu 10.000 Litern hat. Um Schäden am Heizöltank zu vermeiden, sollten solche Anlagen trotzdem regelmäßig überprüft werden. Ältere Anlagen müssen eventuell regelmäßig gewartet werden, damit sie den aktuellen technischen Anforderung entsprechen. Bei einer Wartung erhält die Anlage vom Sachverständigen eine Plakette. Wenn diese aufgrund fehlender Wartung und Prüfung nicht vorhanden ist, kann ein Heizöllieferant das Befüllen der Anlage verweigern. Dazu muss nicht unbedingt ein Mangel an der Anlage vorliegen.

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