Sanierungsboom SHK - Haus- und Gebäudetechnik im Wachstum

News | Frank Kessler | 23.12.2021
Sanierungsboom SHK - Haus- und Gebäudetechnik im Wachstum
Foto: VdZ

Nicht nur die Jahre 2019 und 2020 waren für den Haus- und Gebäudetechnikbereich in Deutschland sehr positiv. Das Jahr 2021 bescherte der Branche ebenfalls stattliche Umsätze. Die Gründe dafür liegen im Sanierungsboom für den privaten Wohnungsbau und an den internationalen Bemühungen in Sachen Klimaschutz. Allerdings zeigt der europäische Vergleich auch Rückgänge bei den Umsätzen und bei den Unternehmen. Gestiegen sind jedoch die Beschäftigungszahlen.

Die Haus- und Gebäudetechnikbranche freut sich auch im Jahr 2021 über gestiegene Umsätze. Seit dem Jahr 2018 haben demnach die Umsätze kontinuierlich zugenommen, auch im vergangenen Jahr um 5,7 Prozent auf 64,4 Milliarden Euro. Für das auslaufende Jahr rechnet man mit einem Umsatz von 70 Milliarden Euro. Der Boom im privaten Wohnungsbau sowie steigende Ausgaben zum Klimaschutz auf internationaler Ebene sind die Umsatztreiber. "Die anhaltend positive Entwicklung im Wirtschaftsbereich Haus- und Gebäudetechnik zeigt den hohen Stellenwert der Branche als Zugpferd für die gesamtdeutsche Wirtschaft auf", erklärt Michael Pietsch, Präsident der VdZ Wirtschaftsvereinigung Gebäude und Energie. “Die Förderungen im Bereich der Energieeffizienz, der Bedeutungsgewinn des Einfamilienhauses und die Arbeit im Homeoffice haben zu einer besonders positiven Entwicklung im Bereich der Bestandsmaßnahmen bzw. bei Sanierungen geführt.”

Haus- und Gebäudetechnik mit Umsatzsteigerungen in Deutschland

Während die Umsätze in Deutschland gestiegen sind, melden Frankreich, das Vereinigten Königreich, Italien, Belgien und die Schweiz Umsatzrückgänge. Stagnation herrsche in den übrigen Märkten. Rund 50.100 Unternehmen gab es im Jahr 2020 in diesem Wirtschaftsbereich. Im Vergleich zum Jahr 2019 sind das minus 0,2 Prozent. Diese rückläufige Entwicklung ist bereits seit dem Jahr 2016 zu spüren. Demgegenüber ist festzustellen, dass die Beschäftigungszahlen angestiegen sind. Rund 526.000 Menschen waren im Jahr 2019 in diesem Wirtschaftszweig beschäftigt. Im vergangenen Jahr wuchs die Zahl auf 535.000 Beschäftigte. Das ist ein Plus von 1,6 Prozent. Für das scheidende Jahr 2021 wird ebenfalls mit einer Steigerung gerechnet. Die Prognose liegt bei 543.000 Beschäftigte.

Sanierungsboom durch Heizung als Umsatztreiber

Der große Umsatztreiber der Branche ist der Bereich Heizung. Im Inland betrug der Gesamtumsatz im Jahr 2020 64,4 Milliarden Euro. 39,5 Milliarden Euro entfallen allein auf den Bereich Heizung, Lüftung, Klima, Gebäudeautomation. Im Sanitärbereich wurde ein Umsatz von 24,9 Milliarden Euro erzielt. Diese positive Entwicklung setzt sich auch im Jahr 2021 fort. Eine Steigerung der Marktanteile war im Bereich erneuerbare Energien festzustellen. Ausschlaggebend für diese positive Entwicklung waren gestiegene Sanierungsbudgets und der Trend zu mehr Exklusivität und barrierefreien Bädern. "Wir freuen uns über die sehr gute Konjunkturentwicklung auch im Sanitärbereich", äußert Jens Wischmann, Geschäftsführer der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS). “Sicherlich war und ist diese vor allem pandemiegetrieben. Aber neben diesen speziellen aktuellen Entwicklungen spüren wir einen generellen Trend hin zu Wohlfühlbädern, hin zu mehr Luxus im Bad und hin zu altersgerechten und barrierefreien Bädern.” Der Sanierungsboom wird auch im Jahr 2022 weiter anhalten, den die Pandemie hat neue Rahmenbedingungen geschaffen.

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