Sanitärbranche kann von Barrierefreiheit profitieren

News | Jennifer Brandt | 27.08.2013 Bild zu: Sanitärbranche kann von Barrierefreiheit profitieren
Foto: KfW-Bildarchiv / Fotograf: Thomas Klewar

Es lässt sich nicht leugnen, dass unsere Bevölkerung immer älter wird. Selbst wenn mehr Nachwuchs nachkommt, so dominiert die ältere Generation Deutschland noch immer. In Folge dessen steigt natürlich auch weiterhin der Bedarf an barrierefreiem, altersgerechtem Wohnen. Vor allem die Sanitärbranche kann hiervon profitieren, denn gerade im Badbereich sind die größten Möglichkeiten sich barrierefreien Wohnkonzepten anzunehmen.

Der demografische Wandel hält in Deutschland immer noch an und daran werden auch mehr Geburten erst einmal auf lange Sicht nichts ändern können. Nun kann man sich selbstverständlich immer wieder darüber beklagen, dass dadurch ein starker Fachkräftemangel entsteht und vieles mehr. Doch es lohnt sich, vor allem für die Sanitärbranche, auch einmal darüber nachzudenken, welche Chancen diese Entwicklung wohlmöglich mit sich bringt. Dazu sei in erster Linie, altersgerechtes und barrierefreies Wohnen in Betracht zu ziehen.

Die Studie „Wohnen 65plus“ des Pestel-Instituts hat kürzlich wieder einmal aufgezeigt, dass die Bevölkerung in Deutschland zunehmend älter wird. Immerhin wird erwartet, dass die Zahl der über 65-jährigen bis zum Jahr 2035 um mehr als 40 Prozent auf gut 24 Millionen Menschen steigen wird. Bei den pflegebedürftigen Menschen wird die Zahl auf 3,5 Millionen steigen.

Gerade in Großstädten zeigt sich, dass immer mehr Senioren-Residenzen eröffnen, um diese Entwicklung abfangen zu können. Dennoch ist derzeit nicht genug Wohnfläche für diese Menschen vorhanden ist. Hier gilt es also anzusetzen, denn es lässt sich ein Investitionsvolumen von 39 Milliarden Euro erwarten, um zusätzlich 2,5 Millionen Senioren-Wohnungen zu schaffen. Das Pestel-Institut hat in seiner Untersuchung auch berechnet, dass innerhalb der kommenden acht Jahre dabei jährlich 540 Millionen Euro durch öffentliche Fördermittel nötig wären.

Nun gilt es also, dass das Handwerk und vor allem die Sanitärbranche seine Chance erkennt und entsprechend auf diese Entwicklung reagiert. Die Wuppertaler Marketing-Agentur Thielenhaus & Partner (T&P) fordert deswegen die Sanitärbranche dazu auf, diese Situation für sich zu nutzen. Denn gerade im Bereich Sanitär liegt das größte Potenzial wenn es um Barrierefreiheit geht. Im Bad lässt sich das barrierefreie Bauen bis heute noch am besten umsetzen.

Es muss der Sanitärbranche aber auch klar sein, dass man insbesondere durch einen Komplettservice beim Kunden punkten wird. Das bedeutet, dass der Sanitärbetrieb sich nicht nur mit den reinen Baumaßnahmen beschäftigen sollte, sondern bereits bei der Planung mit seiner kompletten Kompetenz- und Beratungsleistung involviert sein muss. Um hier von Beginn an professionell zu unterstützen, empfiehlt T&P spezielle Koop-Marketing-Programme, bei denen der lokale Sanitär-Großhandel sowie das -Fachhandwerk in den gesamten Prozess einbezogen werden.

Wer heute in der Sanitärbranche erkennt, dass der demografische Wandel auch als Chance zu betrachten ist und entsprechende Maßnahmen umsetzt, der wird langfristig davon profitieren können.

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