Schwarzarbeit am Bau stärker bekämpfen

News , 15.08.2016 , Jennifer Brandt Bild zu: Schwarzarbeit am Bau stärker bekämpfen
Foto: Roland Riethmüller

Der Kampf gegen Schwarzarbeit ist und bleibt eine der größten und wichtigsten Herausforderungen der deutschen Bauwirtschaft. Immer wieder zeigt sich in der Praxis, dass die Schwarzarbeit nicht nur der Branche, sondern auch den Auftraggebern mehr Schaden als Nutzen bringt. Umso wichtiger ist es, nach Lösungen zu suchen, um langfristig die fair arbeitenden Betriebe und auch die Kunden zu schützen.

Besonders die grenznahen Regionen erweisen sich immer wieder als Hochburg für Schwarzarbeit am Bau. So auch die Region Berlin-Brandenburg. Es gilt also, die Probleme zu erkennen und nachhaltig zu bekämpfen. Dafür müssen aber sowohl die Betriebe, wie auch die Auftraggeber am gleichen Strang ziehen.

Maßnahmen zur Vermeidung von Schwarzarbeit am Bau

Wenn es nach der Bauindustrie Berlin-Brandenburg geht, ist hier vor allem ein Vergabeverfahren nötig, bei dem dann auch unseriöse Anbieter von vornherein ausgenommen sind. Darüber hinaus sollte sich die öffentliche Hand als Auftraggeber stets eine qualifizierte Sozialkassenbescheinigung vorlegen lassen. Außerdem lohnt sich ein Blick in das Weißbuch Bau, um sicherzustellen, dass man mit einem seriösen Auftragnehmer ins Geschäft kommt.

Inhalte des Weißbuchs Bau

Das Weißbuch Bau ist eine Initiative der Bauwirtschaft Berlin-Brandenburg, deren Erfolg sich bereits bestätigen lässt. Durch den Eintrag im Weißbuch Bau hat der Auftragnehmer die Möglichkeit, Informationen wie die Leistungsfähigkeit oder auch fachliche Eignung des möglichen Auftragnehmers nachzuvollziehen. Denn Betriebe in diesem Register werden von der Sozialkasse des Berliner Baugewerbes in der Regel durch ihr Melde- und Zahlungsverhalten als unbedenklich eingeordnet. Außerdem verfügen die registrierten Betriebe über eine Facharbeiterquote von mehr als 50 Prozent und sind in einem Bauverband organisiert.