SHK-Geschäftsklima 2025: Sanitär im Plus, Heizung unter Druck

Foto: ZVSHK

Die SHK-Branche tritt trotz Hoffnungsschimmern auf der Stelle. Während sich der Sanitärbereich leicht erholt und von Sanierungsimpulsen profitiert, bleibt das Heizungssegment stark belastet. Vor allem rückläufige Fertigstellungen, schwacher Neubau und fehlende Investitionsanreize trüben die Aussichten. Wärmepumpen liefern erste Signale, reichen aber nicht für eine Trendwende. Das Geschäftsklima verharrt auf niedrigem Niveau, echte Dynamik ist frühestens 2026 zu erwarten.

Die Haus- und Gebäudetechnikbranche zeigt nach einem kurzen Hoffnungsschimmer zu Jahresbeginn keine weiteren Fortschritte. Zwar konnte das Geschäftsklima im ersten Quartal 2025 erstmals seit eineinhalb Jahren wieder einen positiven Wert von +1 Punkten erreichen, doch im zweiten Quartal bleibt es auf diesem niedrigen Niveau stehen. Die Branche befindet sich damit weiterhin in einer Phase der Unsicherheit. Während sich die aktuelle Lage stabil darstellt, trüben sich die Erwartungen an die nähere Zukunft wieder ein. Die Erholung verläuft schleppend, ein echter Aufschwung ist bislang nicht in Sicht. So zeigen sich vor allem die installierenden Betriebe robust. Sie bewerten das Geschäftsklima mit +17 Punkten und liegen damit deutlich über dem Branchendurchschnitt. Auch die Industrie bleibt mit +11 Punkten leicht im positiven Bereich. Dagegen schlägt sich die angespannte Marktlage besonders beim Großhandel nieder: Mit -24 Punkten ist die Stimmung dort deutlich negativ. Unterschiede zeigen sich auch zwischen den Produktgruppen. Der Bereich Sanitär liegt mit +6 stabil im Plus, Lüftung und Klima erholen sich mit +2 leicht, während der Heizungsbereich mit -10 weiter unter Druck steht.

Sanitär im Aufwind, Heizung bleibt Sorgenkind

Der Sanitärbereich verzeichnet bereits seit drei Quartalen stabile positive Werte, nachdem er Ende 2023 seinen Tiefpunkt durchlaufen hatte. Diese Entwicklung deutet auf eine leichte Erholung hin, insbesondere im Bereich Badmodernisierung und Instandhaltung. Positiv wirken sich hier Impulse aus dem Gebäudebestand aus, denn Sanierungsmaßnahmen gewinnen gegenüber Neubauprojekten an Bedeutung. Dagegen bleibt das Heizungssegment unter dem Einfluss zurückhaltender Investitionen belastet. Zwar zeigen steigende Absatzzahlen bei Wärmepumpen erste Anzeichen für einen möglichen Marktimpuls, doch für eine umfassende Trendwende fehlen bislang die Rahmenbedingungen. Branchenkenner sehen speziell den weiterhin schwachen Neubau als zentralen Hemmschuh. Doch auch wenn bei den Baugenehmigungen im Wohnungsbau erste zarte Signale einer Stabilisierung zu erkennen sind, gingen die Fertigstellungen im ersten Halbjahr 2025 weiter zurück. 

Erwartungen der SHK-Branche bleiben zurückhaltend

Mit Blick auf das dritte Quartal 2025 rechnet die SHK-Branche weiterhin nicht mit einer Verbesserung. Die Erwartungen bleiben mit -1 Punkten leicht negativ. Der konjunkturelle Gegenwind, besonders im Neubausektor, wirkt weiter dämpfend. Dennoch blicken Marktbeobachter mit vorsichtigem Optimismus ins Jahr 2026. Prognosen des Marktforschungsinstituts B+L gehen von einer steigenden Nachfrage sowohl im Neubau als auch in der Sanierung aus. Das könnte mittelfristig für neuen Schwung sorgen. „Das Geschäftsklima hat sich nach langer Schwäche zwar stabilisiert, bleibt jedoch weiterhin auf einem niedrigen Niveau“, erklärt Jens J. Wischmann, Geschäftsführer der Wirtschaftsvereinigung Gebäude und Energie (VdZ) und Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS). „Im Sanitärbereich zeichnen sich dabei erste positive Signale ab. Im Heizungssegment lassen steigende Absatzzahlen bei Wärmepumpen zwar Hoffnung auf eine Marktbelebung aufkommen, doch eine wirkliche Absatzwende ist bislang nicht in Sicht.“ Eine dauerhafte Marktbelebung sei nur möglich, wenn der Neubau deutlich an Fahrt gewinne und gleichzeitig bestehende Sanierungsrückstände systematisch abgebaut werden.

Wohin steuert Ihrer Meinung nach die SHK-Branche 2025?

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