SHK-Handwerk freut sich über sattes Umsatzwachstum

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Foto: Roland Riethmüller

Rund 41,7 Milliarden Euro, das ist ein Rekordumsatz für das Sanitär-, Heizungs- und Klimahandwerk. Vor zehn Jahren lag der Umsatz nur bei 30,6 Milliarden Euro. Der Grund für diesen Wachstum waren die Modernisierungen bei Heizungen und Bädern im Altbau. Zu den Hauptkunden gehörten mit 61,4 Prozent die privaten Auftraggeber, gefolgt von den Wohnungsbaugesellschaften und den gewerblichen Kunden.Der Präsident des Zentralverbands Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) Friedrich Budde bestätigt in einem Interview, dass die Deutschen lieber in ihre veralteten Bäder investieren würden anstatt in eine effizientere Heizungsanlage. Weiterhin erklärt er, dass die Sanierungsrate bei Heizkesseln lediglich bei drei Prozent liege. Doch werde die Stimmung im SHK Bereich durch einen anderen Umstand getrübt. So sei zwar der Umsatz stark gewachsen, doch mangele es an Fachkräften. Die Zahlen sprechen dabei für sich. Obwohl die Auftragslage sehr stabil ist, wuchs die Zahl der Beschäftigten im vergangenen Jahr nur um ein Prozent. Insgesamt sind 368.397 Beschäftigte im Sanitär-, Heizungs- und Klimahandwerk tätig. Rund die Hälfte der Betriebe hat im Jahr 2016 personelle Verstärkung gesucht.Es gibt zurzeit keine Fachkräfte“Gut ausgebildete Fachkräfte gibt der Arbeitsmarkt nicht mehr her”, erklärt Budde. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass man verstärkt darauf angewiesen sei, den erforderlichen Nachwuchs auszubilden und in den Betrieben zu halten. Aus diesem Grund hat der ZVSHK eine Nachwuchskampagne gestartet, die bundesweit läuft. Das Motto dieser Kampagne ist: „Zeit zu starten“. Man erhofft sich davon, dass die Fachkräfte in Zukunft aus den eigenen Reihen kommen.Die SHK-Innungsbetriebe sorgen für ein stabiles WachstumIm SHK-Bereich sind 51.000 Handwerksbetriebe mit 365.000 Beschäftigte angeschlossen. Die 25.000 Innungsbetriebe sind mit ihren 215.000 Beschäftigten im ZVSHK organisiert. Friedrich Budde sagte dazu, dass die Innungsbetriebe deutlich größer seien, als die nicht organisierten Betriebe. Damit sind sie auch umsatzstärker. In Zahlen bedeutet dies, dass die Innungsbetriebe mit einem Umsatz von rund einer Millionen Euro doppelt so viel Umsatz generieren, wie die nicht organisierten Betriebe. Wenn nun noch mehr Fachkräfte vorhanden wären, dann bräuchte man sich in diesem Bereich weniger Sorgen zu machen.

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