Sicher ist sicher – Smart Home-Chancen nutzen

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Foto: Roland Riethmüller

Wenn einer Statista-Erhebung Glauben geschenkt werden darf, ist das Interesse und die Bereitschaft in den letzten Jahren stetig gewachsen, zum Wohl der eigenen Sicherheit und Gefahrenprävention die eigenen vier Wände aufzurüsten. So plante bereits 2015 knapp jeder dritte Haushalt etwa eine Installation einer zentralen Fernsteuerung der Garagentoranlage inklusive Gegensprecheinrichtung im Zuge einer Smart-Home-Umrüstung. Vier Prozent gaben sogar an, umfangreichere Sicherheitsmaßnahmen bereits zu nutzen.

Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter rund 2.400 Personen, die Smart-Home-Anwendungen zum Wohl der eigenen Sicherheit interessant oder sehr interessant fanden. Ein Interesse scheint also gegeben, jedoch fehlt es oftmals noch an der Bereitschaft, auch letztendlich zu investieren. So gab 2016 knapp jeder Zweite keinen Cent für die eigene Sicherheit aus, nur rund jeder Fünfzigste stellte ein größeres Budget mit rund 1.500 Euro für die eigene Sicherheit zur Verfügung.Vor dem Hintergrund steigender Diebstahl- und Einbruchsdelikte in Deutschland gehen Experten jedoch von einem nachhaltigen Wachstumsmarkt aus. Gerade Smart-Home-Umbauten tragen wesentlich dazu bei, Installation wie Vernetzung von Alarmanlagen und Fenstersensoren zum Wohl umfassenden Einbruchschutzes zu erleichtern – mit dem Ziel, alles zentral steuern zu können.

Integrative Haussteuerung à la Smart Home

Fernsteuerbare Fenster, Türen oder auch Garagen-Torantriebe werden so in ein übergreifendes Smart-Home-Konzept eingebunden, das den Einbruchschutz zusätzlich erhöhen kann.Moderne Systeme ersetzen ihre manuelle Betätigung etwa mittels einer App, welche die Funktion der klassischen Fernbedienung dabei übernimmt. So können mit dem Smartphone etwa via Bluetooth auch dann kürzere Entfernungen zum Eigenheim überbrückt werden, wenn der Hausherr mal nicht gerade zu Hause sein sollte.Das schließt auch optionales Versenden von Nachrichten aufs Handy mit ein -besonders vorteilhaft, da sich über die App nachprüfen lässt, ob das Garagentor oder ein Fenster noch offen oder bereits geschlossen ist. Beleuchtung wie Heizung kann auf Wunsch aus der Ferne einzeln an- oder ausgeschaltet werden. Selbst integrierte Kameras ermöglichen jederzeit Einblicke in ausgesuchte Räumlichkeiten der eigenen Immobilie, und das je nach Wunsch aus unterschiedlicher Perspektive.Smart Home-Komplettlösungen erlauben die integrative Vernetzung von verschiedenen dezentralen Funk-Alarmsystemen etwa von Haus, Wohnmobil und Auto zu einer zentralen Steuereinheit – wie auch die Sensorik von Einheiten wie Heizung, Beleuchtung, Rolläden, Bewegungsmelder, Webcams und vielem mehr.

Hausnebenkosten senken

Vor dem Hintergrund wachsender Bedeutung von Ressourcen-Knappheit und intelligentem Energiemanagement kann eine Komplett-Haussteuerung auch maßgeblich zur Energie-Einsparung und effizienterer Ausnutzung natürlicher Rohstoffe wie Wasser, Öl und Gas beitragen.So wird ein Hausbesitzer selbst bei Abwesenheit per Smartphone durch individuelle Lichtsteuerung entscheiden können, wann welche Lichter an- und ausgeschaltet werden sollen. Sogenannte Präsenzmelder signalisieren, wenn in Räumen unnötig Licht brennt. Wird keine Bewegung mehr in den Zimmern registriert, schalten die Melder die Beleuchtung aus.Auch ein Aktivieren und Deaktivieren von Funksteckdosen und temperaturabhängige Rollladen- und Jalousie-Steuerung kann zu nachhaltigen Kosteneinspar-Effekten führen. So gehen Rollläden bei einfallendem Tageslicht erst dann herunter, wenn im betreffenden Raum eine bestimmte Temperatur herrscht.

Außerdem erlaubt eine zentrale Steuerung per Funk selbst ein Drosseln der Heizung, wenn sich etwa werktags über keine Person im Haus aufhält. Spezielle Smart Home-Thermostate lassen sich selbst mit einem Wetterdienst vernetzen. Moderne Klimatechnik regelt darüber hinaus die Frischluftzufuhr und Luftfeuchtigkeit. Durch die automatisierte Überwachung der Raumfeuchtigkeit und häufigeres Lüften kann somit der Bildung von Schimmel vorgebeugt werden.Darüber hinaus können Ablesewerte von Heizung, Wasser und Strom, vom Netzwerk bequem weil automatisch an Versorger und Verwalter übermittelt werden.Ein ganzer Katalog an Modernisierungsmaßnahmen durch den Einsatz von Smart Home-Systemen kann beitragen helfen, die Betriebskosten einer Immobilie insgesamt zu senken und sich damit positiv auf den Gesamtwert auswirken.

Umfassender Einbruchschutz

Dazu zählt auch ein verbesserter Einbruchschutz durch integrierte Funk-Alarmanlage inklusive Fenster-Sensorik. Im vernetzten Smart Home ist fast die komplette Technik zum Einbruchschutz via App selbst bei Abwesenheit steuerbar. Smartphone-Anwendungen machen den Einsatz von herkömmlichen Zeitschaltuhren überflüssig, um durch individuelles An- und Ausschalten der Lichtquellen die Illusion von Anwesenheit vorzutäuschen.Die App meldet Unregelmäßigkeiten und lässt den Besitzer nach Wunsch jederzeit virtuell nach dem Rechten sehen. So kann sich der Hausherr bequem per Smartphone die Bilder der Überwachungskameras anzeigen lassen und bei einem Alarm nachprüfen, ob tatsächlich ein versuchter Einbruch oder ein Fehlalarm vorliegt.Überflüssig wird dank moderner Verschlüsselungstechnik und App-Einsatz auch eine Serververbindung, da neueste Smart-Home-Konzeptionen autark agieren. Zudem müssen Fenster nicht mehr geschlossen sein, um ein Höchstmaß an Sicherheit zu garantieren. Fenstersensoren neuester Generation ermöglichen Alarmanlagen in Häusern und Wohnmobilen, selbst gekippte Fenster zu sichern.

Nach entsprechender Montage der hierfür notwendigen mechanischen Bauteile, können in Komplett-Baukastenlösungen die technischen Sicherheitsmaßnahmen bereits mit dem Smart Home verknüpft werden: Alarmanlage, Überwachungskameras und Bewegungsmelder werden miteinander verbunden und so zu einem Gesamt-Sicherheitsnetzwerk integriert.Einzelmaßnahmen für erhöhten Einbruchschutz lassen sich demnach leicht und problemlos etwa durch Koppelung von Bewegungsmeldern mit der Innenbeleuchtung, mit Sensoren an Türen und Fenstern sowie mit einer Alarmanlage bündeln.

So kann die App als „geheime Kommandozentrale“ selbst mit einem Lautsprecher im Haus oder Wohnmobil verbunden werden. Der Eigentümer kann eine individuelle Sprachmitteilung im Sicherheitssystem abspeichern, deren Mitteilung ausgelöst wird, sobald es den Beginn eines Einbruchversuchs registriert und Alarm ausgelöst hat. Der Täter wird sodann vermutlich nicht wenig überrascht sein, persönlich aus dem Munde des Hausherrn zu vernehmen, dass sein kriminelles Tun gerade gefilmt wird -und die Polizei bereits benachrichtigt und im Anmarsch ist.

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