Smart Home - Amazon, Apple, Google und Zigbee entwickeln Standard

News , 22.01.2020 , Frank Kessler Smart Home - Amazon, Apple, Google und Zigbee entwickeln Standard
Foto: ArGe Medien im ZVEH

Deutschland ist die dritte Kraft im Smart Home Segment. Für das Jahr 2022 werden sehr hohe Wachstumsaussichten prognostiziert. Es ist deshalb wenig verwunderlich, dass die Internet-Giganten Amazon, Apple und Google dabei gerne mitmischen möchten. Um einen einheitlichen Verbindungsstandard zu schaffen, wurde nun ein Bündnis mit der Zigbee-Allianz geschaffen. Man ist überzeugt, nur so könne eine Komplettlösung geschaffen werden.

Mit einem Marktvolumen von 4,3 Milliarden Euro ist Deutschland im Bereich Smart Home weltweit auf Platz drei gerückt und liegt damit hinter den Weltmarktführern USA und China. Für das Jahr 2022 sind sogar 5,5 Milliarden Euro prognostiziert. Bei solchen Aussichten ist es nur logisch, dass die großen Internet-Giganten Apple, Amazon und Google den Markt erobern möchten. Über ein Bündnis mit der Zigbee-Allianz wollen sie erreichen, dass der Verbindungsstandard für SmartHome-Geräte weiter vereinheitlicht wird. Das Projekt dafür trägt den Namen "Connected Home Over IP" oder kurz “CHIP”. Durch die enge Zusammenarbeit von Amazon, Apple, Google und der Zigbee-Allianz soll es Hersteller erleichtert werden, Geräte für die Smart Home- und Sprachdienste Amazon Alexa, Apple Siri, Google Assistant und sonstige kompatible Services zu entwickeln.

Zigbee-Standard profitiert von der neuen Arbeitsgruppe

Die Zigbee-Allianz ist ein Zusammenschluss von weltweit derzeit mehr als 230 Herstellern, wie unter anderem IKEA, Legrand, NXP Semiconductors, Resideo, Samsung SmartThings, Schneider Electric, Signify (vormals Philips Lighting), Silicon Labs, Somfy und Wulian. Die Zigbee-Allianz wurde im Jahr 2002 gegründet und entwickelt einen Standard für drahtlose Netzwerke mit geringem Datenaufkommen, unter anderem in der Gebäudeautomation. Schon zwei Jahre nach Gründung wurde die erste Spezifikation des neuen Kommunikationsprotokolls veröffentlicht. Mit ihr können Geräte unterschiedlicher Hersteller vernetzt werden. Mittlerweile gibt es bereits mehrere Weiterentwicklungen, unter anderem um neben des geringen Datenvolumens auch einen geringen Stromverbrauch zu unterstützen.

Vor allem durch die Zugrundelegung von etablierten Technologien werden nun schnelle Ergebnisse erwartet. Viele Hersteller begrüßen die neue Arbeitsgruppe auch deshalb, weil dadurch aus Kundensicht noch mehr Geräte unterschiedlichen Hersteller miteinander kompatibel werden und gemeinsam genutzt werden können.

Sicherheit auf höchstem Niveau

"Deshalb begrüßt Coqon auch ohne Wenn und Aber den Einstieg des ambitionierten Trios", erklärt Robert Daumoser, Geschäftsführer des Smart Home-Systems Coqon. "Wir sind schon heute für unsere Kunden bestens vorbereitet - und somit eine sichere Investition in die Zukunft". Weiterhin betonte er, dass bereits im Jahr 2014 die Voraussetzungen für ein offenes Ökosystems mit den höchsten Sicherheitsvoraussetzungen geschaffen wurden. Mit Coqon erhalten die Kunden die modernsten Verfahren und die besten Industriestandards. Durch die 256-Bit-Verschlüsselung ist das System so sicher wie ein Geldautomat und somit vor Zugriffen durch Unbefugte geschützt. Falls dies gewünscht wird, kann das System auch ohne das Internet genutzt werden. Die Hard- und die Software lässt sich nach dem Baukastensystem erweitern. Zu Portfolio gehören zum Beispiel intelligente Steckdosen und Rauchwarnmelder sowie Sensoren zur Integration der Heizung.