Smart Home soll sicher werden

News | Frank Kessler | 06.11.2017 Bild zu: Smart Home soll sicher werden
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Smart Home ist ein heiß diskutiertes Thema. Das hohe Potential bei Energieeinsparung und Komfort steht jedoch immer noch dem starkem Zweifel der Verbrauchern hinsichtlich der Sicherheit entgegen. Doch viele Aspekte basieren lediglich auf Unkenntnis. Daher haben kürzlich Experten von Smart Home viele wichtige Aspekte ausgearbeitet und zu klaren Statements formuliert. Diese sollen dazu dienen, Fakten aufzuzeigen und künftige Entscheidungen zu vereinfachen.

Auf der diesjährigen SMARTHOME Sicherheitskonferenz 2017 haben sich Experten aus Verbänden, der Industrie, der Polizei, zertifizierenden Instituten und der Versicherungswirtschaft ausgiebig mit den Herausforderungen zum Thema Smart Home auseinandergesetzt. An oberster Stelle stand das Thema Sicherheit. Denn Smart Home findet in Form von technischen Assistenzsysteme immer häufiger ihren Einsatz in Wohnungen und Häusern. Die Technik ist bei Kraftfahrzeugen bereits zum Standard geworden. Sie verbessert den Komfort, die Sicherheit und sorgt für eine Reduzierung des Energieverbrauches. Die Gründe für eine Smart Home Installation in Wohnräumen sind die Gleichen, die für Autos gelten. Der Energieverbrauch soll gesenkt und der Komfort - vor allem für ältere Menschen - erhöht werden. Zudem soll die Sicherheit verbessert werden.

Immer noch Zweifel bei den Verbrauchern

Die Meinungen zum Thema Smart Home sind jedoch sehr zwiespältig. Auf der einen Seite eignet sich die Technologie zur Vorbeugung von Einbrüchen und der Früherkennung von Gefahren wie Feuer oder Überflutung. Doch viele Bewohner haben Angst, dass Smart Home dazu verwendet werden könnte, Bewohner auszuspähen oder im schlimmsten Fall Einbrechern einen einfacheren Zugang über das Internet zu geben.Konkrete Statements für mehr SicherheitDaher sollte nicht nur kontrovers diskutiert werden, es sollen Lösungen auf den Tisch. Aus diesem Grund haben Experten aus den betroffenen Bereichen Statements ausformuliert. Mit ihrer Unterschrift haben sie sich mit dem Inhalt einverstanden erklärt und sichern ihre Unterstützung zu.

Klares Bekenntnis zu Smart Home

Die Unterzeichner bestätigen, dass mit Smart Home ausgestattete Häuser und Wohnungen grundsätzlich sicherer sind als konventionell gesicherter Wohnraum, sofern die Produkte fachgerecht eingebaut und installiert wurden. Hierbei dient das Smart Home als wertvolle Ergänzung zu bereits vorhandenen mechanischen Sicherungstechniken. Schließlich sind bisher keine Fälle von Einbrüchen "per Handy" bekannt. Auch bestätigen Studien, dass Smart Home im Eigenheim aktuell nicht das Ziel von Angriffen sei. Eher werden Geräte und Dienste dazu missbraucht, andere kriminelle Ziele umzusetzen.Generell gilt: Das Internet ist keine zwingende Voraussetzung für Smart Home. Sollte allerdings ein Internetzugang vorhanden sein, muss dieser durchdacht sein. Um zuverlässigen Internetzugang zu gewährleisten, sind sichere Router eine Grundvoraussetzung. Cloud-Only-Lösungen werden nicht empfohlen, da sie potenziell verwundbar sind. Sie bieten eine Angriffsfläche und verfügen über keine Notlaufeigenschaften. Für eine sichere Kommunikation zwischen Smart Home Systemen, Dienstleistern und Bewohnern sind nur bestimmte Cloud-Dienste gut geeignet.Weitere Informationen:Die Bad Sodener Sicherheitserklärung zu Smart Home

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