Smart Home stockt: Datenschutz und Kosten bremsen Akzeptanz

Foto: Zinkevych_D / envatoelements

Die Nutzung von Smart Home-Anwendungen in Deutschland stagniert sei ein paar Jahren, wobei intelligente Haustechnik am beliebtesten ist. Trotz der Vorteile im Bereich Energiesparen und Sicherheit gibt es Bedenken hinsichtlich Datenschutz, Hacker-Angriffen und Privatsphäre, die eine breitere Akzeptanz hemmen. Zudem empfinden viele die Anwendungen als zu teuer, den Einbau als zu aufwändig und die Bedienung als zu kompliziert, wie eine repräsentative Umfrage zeigt.

Smart Home-Anwendungen erfreuen sich in Deutschland immer größerer Beliebtheit, wie eine aktuelle, repräsentative Befragung von Bitkom anlässlich der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin zeigt. Demnach nutzen 44 Prozent der Deutschen Smart Home-Anwendungen, das sind rund 30 Millionen Menschen über 16 Jahren. Dieser Anteil bleibt im Vergleich zum Vorjahr stabil, zeigt aber einen deutlichen Anstieg gegenüber dem Jahr 2019, als es nur 31 Prozent waren.

Intelligente Haustechnik ist gefragt

Die am häufigsten genutzten Smart Home-Anwendungen sind intelligente Lampen und Leuchten, die von 37 Prozent der Deutschen eingesetzt werden. Danach folgen smarte Heizkörperthermostate mit 31 Prozent und smarte Steckdosen mit 26 Prozent. “Angesichts von Preissteigerungen, Klimawandel und Einschränkungen bei der Versorgungssicherheit ist Energiesparen das Gebot der Stunde”, erklärt Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer vom Digitalverband Bitkom. “Smart Home-Technologien können einen großen Beitrag dazu leisten, weniger Heizenergie und Strom zu verbrauchen.“ Auch im Bereich Haus und Garten sowie Sicherheit sind smarte Helfer gefragt. So nutzen 23 Prozent der Befragten Staubsauger-Roboter und 18 Prozent Rasenmäh-Roboter. Eine smarte Alarmanlage haben 19 Prozent im Einsatz.

Große Bedenken von Smart Home

Trotz der Beliebtheit von Smart Home-Anwendungen gibt es auch Bedenken. Die größte Sorge der Nicht-Nutzer ist mit 48 Prozent der Missbrauch persönlicher Daten, gefolgt von der Angst vor Hacker-Angriffen zu 41 Prozent und Bedenken um die Privatsphäre mit 36 Prozent. Rohleder rät, auf international zertifizierte Produkte zu achten und auch selbst für den Schutz des eigenen WLANs und regelmäßige Updates der Geräte zu sorgen. Zudem empfinden 37 Prozent der Befragten Smart Home-Anwendungen als zu teuer, 31 Prozent den Einbau als zu aufwändig und 25 Prozent die Bedienung der Geräte als zu kompliziert. Die repräsentative Umfrage wurde von Bitkom Research im Auftrag des Bitkom durchgeführt und befragte 1.178 Personen in Deutschland ab 16 Jahren telefonisch.

Zwar sind Smart Home-Anwendungen in Deutschland weit verbreitet und bieten viele Vorteile, insbesondere im Bereich Energiesparen und Sicherheit. Trotzdem gibt es noch Bedenken hinsichtlich Datenschutz, Sicherheit und Kosten, die es zu adressieren gilt, um eine noch breitere Akzeptanz in der Bevölkerung zu erreichen.

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