Solarförderung mit Photovoltaik- und Solarthermie-Anlagen

News | Stephan Gruber | 10.06.2010
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Heike Hering / pixelio.de

Mit der außerplanmäßigen Kabinettsvorlage zur Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) droht der Solarstromförderung ein ganzes Paket von Einschnitten. Die Zukunft und Arbeitsplätze des aktuell erfolgreichsten Wirtschaftszweiges Deutschlands sind damit gefährdet.

Die gesamte Solarbranche ist ein großer Wachstumsmarkt und die Solarförderung der Bundesregierung ist eine der effektivsten Investitionen in den Klimaschutz. Die deutsche Solarwirtschaft benötigt die staatliche Förderung, um auch zukünftig saubere Energie zu bezahlbaren Preisen anbieten zu können. Etwa 40 Unternehmen mit insgesamt über 20.000 Mitarbeitern fordern die Bundesregierung auf, am Solarstandort "Made in Germany" festzuhalten.

Aktuell gilt, dass bei Neubauten ein Anteil der nötigten Wärme aus Erneuerbaren Energien stammen muss und die Förderung für Bauherren besteht noch im fast gewohnten Umfang. Photovoltaik- und Solarthermie-Anlagen sind dabei die interessantesten Möglichkeiten, das Dach als Energiequelle effektiv zu nutzten. Für den Bauherren bedeutet dies zum einem Geld zu sparen und gleichzeitig die Umwelt zu schonen. Dabei profitiert der Bauherr von Fördergeldern und günstigen Krediten. Der Staat fördert die  Anschaffung einer Solaranlage erheblich.

Mit solarer Wärmegewinnung auf dem Dach kann im Normalfall in unseren Breiten von April bis September komplett auf einen Heizkessel verzichtet werden. Ca. 90 Prozent des Energiebedarfs fallen auf Heizung und Warmwasser, damit lässt sich schnell erkennen, welche unvermuteten Einsparpotenziale eine Anlage auf dem Dach bergen kann. Eine Solarthermie-Anlage besteht aus einem Kollektor auf der Dachfläche. Die Trägerflüssigkeit wird durch die Einstrahlung der Sonne erhitzt. Je besser die Ausrichtung von Winkelstellung und Gradzahl zur Mittagssonne, umso größer ist der Wirkungsgrad. Die gewonnene Wärmeenergie wird in einen Speicherkessel geleitet. Hier findet der Wärmetausch mit dem Brauchwasser des Hauses statt. Solarthermie-Anlagen werden meistens vom Heizungsfachbetrieb installiert, da sie eine komplette Rohrverlegungen und einen entsprechenden Wärmetauscher benötigen.

Photovoltaik-Anlage, die Sonnenenergie direkt in elektrischen Strom umwandeln, werden immer öfter nicht nur vom Elektrohandwerk verbaut sondern auch von Dachdeckern. Mit einem Wechselrichter wird der gewonnene Gleichstrom in Wechselstrom umgewandelt, um ihn dann in das öffentliche Stromnetz einzuspeisen. Um die Kollektorfläche zu erweitern bzw. defekte oder beschädigte Elemente auszutauschen, besteht eine Anlage meist aus einzelnen Elementen, die sich aus verschiedenen Solarzellen zusammensetzen. Mit einer Photovoltaik-Anlage wird langfristig umweltfreundlich Strom produziert. Gleichzeitig lacht der Geldbeutel des Bauherrn, da der aktuelle Preis bei 43 Cent für jede eingespeister Kilowattstunde liegt.

Eine Solaranlage kann vom Fachbetrieb harmonisch und fast unsichtbar in die Dachfläche mit eingebunden werden. Auch ist es möglich eine Seite des Daches vollflächig mit einer Solaranlage auszurüsten. Denn je größer die Fläche ist, desto beachtlicher wird der Zuschuss.

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