Solide steigende Neubau-Prognose für 2020

News , 26.08.2019 , Frank Kessler Solide steigende Neubau-Prognose für 2020
Foto: Roland Riethmüller

Im Bezug auf das Eigenheimsegment wächst die Neubau-Prognose für das Jahr 2020 stetig an. Die aktuelle Neubau-Prognose kommt zu dem Ergebnis, dass die Baukonjunktur weiterhin ansteigt und mit einem Fertigstellungsplus beim Eigenheim-Bau im Jahr 2020 zu rechnen sei. Dabei bezieht sich die Zunahme aber nur auf den Neubau von Ein- und Zweifamilienhäusern. Der Geschosswohnungsbau ist nicht so stabil.

Im Jahr 2019 ist ein deutlicher Anstieg der Fertigstellungen im Geschosswohnungsbau erkennbar, der dann im Jahr 2020 erneut absinken wird. Die verminderte Fertigstellung im Geschosswohnungsbau wird voraussichtlich für zwei Jahre anhalten. Ganz anders entwickelt sich der Eigenheim-Neubau, bei dem auch in Zukunft ein kontinuierliches Wachstum erkennbar ist. Das Niveau der Fertigstellungen beim Eigenheim-Neubau überstieg im Jahr 2019 um ca. 1,8 Prozent das Niveau vom Jahr 2018. Für das kommende Jahr 2020 wird ein weiterer Aufwärtstrend erwartet, der das Niveau der Eigenheim Fertigstellungen aus dem laufenden Jahr um ca. 1,5 Prozent übersteigt. Das fallende Niveau beim Geschosswohnungsbau, das für das Jahr 2020 prognostiziert ist, liegt nicht an einer eingeschränkten Bautätigkeit, sondern an einer Genehmigungsschwäche, die sich im Jahr 2019 ergeben hat. Die Fertigstellungen im Geschosswohnungsbau werden landesweit statistisch erfasst. Dabei muss erwähnt werden, dass im Osten Deutschlands die Fertigstellungsziffern stagnieren und im Norden deutlich ansteigen.

Der private Eigenheim-Bau steigt stetig an

Private "Häuslebauer", die aus eigenen Kräften einen Eigenheim-Neubau planen, brauchen sich vor der erkennbaren Genehmigungsschwäche im Bereich des Geschosswohnungsbau nicht zu fürchten. Momentan ist eine steigende Entwicklung beim Eigenheimbau von Ein- bis Zweifamilienhäusern erkennbar. Der Trend soll in Zukunft weiter ansteigen. Die verwerteten Daten für die Bauprognosen im Bereich Neubau durch das Marktforschungsinstitut BauInfoConsult reichen bis hinunter auf die Kreisebenen und entstammen den Jahresanalysen der Jahre 2019 und 2020. Um die Daten erfassen zu können, wurden mit Bauunternehmern und Architekten, SHK-Installateuren, Herstellern, Maler- und Trockenbauer mehr als 580 Interviews geführt.

Sinkende Fertigstellungen belasten auch die Mietsituation

Die Neubau-Prognosen sind nicht nur für private Bauherren und Handwerker interessant, sondern auch für Menschen, die auf der Suche nach bezahlbarem Wohnraum sind. Ein Einbruch der Fertigstellungen von Geschosswohnungen und anderen Mietobjekten sorgt langfristig für eine Stagnation auf dem Mietwohnungsmarkt. Sobald die Städte, Gemeinden und Regionen wieder mehr Baugenehmigungen erteilen, kann sich die Neubau-Prognose für die Zukunft deutlich steigern. Kapazitäten für die Fertigstellung von Mietobjekten sind weiterhin vorhanden und können bei einem schnelleren Genehmigungsverfahren im Baubereich weiter ungehindert, wie bereits im Jahr 2018 erkennbar, genutzt werden.