Stabilere Lieferketten – dennoch Skepsis im Bauhandwerk

Stabilere Lieferketten - dennoch Skepsis im Bauhandwerk
Foto: Roland Riethmüller

Das Bauhandwerk ist immer noch skeptisch, obwohl sich die Liefersituation leicht verbessert hat. Denn laut einer aktuellen traut das Kleinhandwerk dem Frieden nicht. Der Großteil der Befragten gab an, dass sich die Engpässe bei den Lieferketten im laufenden Jahr auflösen werden. Grund zum Pessimismus besteht jedoch beim Fliesen- und Bodenlegerhandwerk sowie bei den Maler- und Trockenbaufirmen.

Noch immer müssen die Lieferketten für Vorprodukte mit viel Vorlauf geplant werden. Jedoch gibt es aus vielen Industriezweigen Signale, dass sich die Lieferkrise allmählich auflöst. Eine aktuelle Studie vom Düsseldorfer Marktforschungsinstitut BauInfoConsult macht deutlich, dass das Kleinhandwerk immer noch skeptisch ist. Fast jeder zweite Bauhandwerksbetrieb mit unter fünf Angestellten kann sich nicht vorstellen, dass sich im Jahr 2023 die Verfügbarkeit der Produkte verbessern würde. Das liegt wohl an den schlechten Erfahrungen im letzten Jahr, die das Bauhandwerk machen musste. Das geht zumindest aus der Erhebung hervor, für die 600 Handwerksfirmen befragt wurden.

Deutlich verlängerte Projektlaufzeiten im Bauhandwerk

Zunächst kam es infolge der Corona-Pandemie zu Lieferverzögerungen. Diese wurden durch den Ausbruch des Kriegs in der Ukraine noch weiter verstärkt. Das führte am Ende dazu, dass sich die Projektlaufzeiten bei drei Vierteln der Handwerksbetriebe deutlich verlängert haben. Das äußerte jedenfalls jeder fünfte Betrieb. Sieben Prozent der Kleinhandwerksbetriebe waren von der Liefersituation nicht betroffen. Immerhin gaben 56 Prozent an, dass sich die Lieferengpässe bei Bau- und Installationsprodukten im Laufe des Jahres spürbar auflösen werden. Insgesamt 43 Prozent der Akteure im Kleinhandwerk sehen die Situation eher kritisch. Den größten Grund zum Pessimismus gibt es bei dem Fliesen- und Bodenlegerhandwerk sowie bei Maler- und Trockenbaufirmen.

Kleinhandwerk zuversichtlich bei Lieferketten

Zuversichtlicher sind die Kleinhandwerksbetriebe. Diese sind flexibel und können auch Aufträge aus anderen Gewerken übernehmen. Interessant ist dabei, dass diese eher zuversichtlich in die Zukunft blicken. 23 Prozent sind voll der Meinung, dass sich die Liefersituation im Jahr 2023 verbessern wird. Zum überwiegenden Teil stimmen 33 Prozent zu. 15 Prozent stimmen überhaupt nicht zu. Bei 28 Prozent herrscht die Meinung, dass sie zum großen Teil nicht zustimmen. Befragt wurden 600 Handwerksbetriebe mit einer geringen Personaldecke. Alles in allem bleibt das Kleinhandwerk jedoch skeptisch.

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