Starker Preisanstieg Pellets - dennoch 40 Prozent Preisvorteil

News | Frank Kessler | 29.06.2022
Starker Preisanstieg Pellets - dennoch 40 Prozent Preisvorteil
Foto: Deutsches Pelletinstitut

Bei Pellets ist die Nachfrage aktuell sehr hoch. Hinzu kommen die hohen Produktionskosten. Diese beiden Faktoren lassen die Preise spürbar ansteigen. Im Vergleich zu Öl und Gas besteht jedoch ein Preisvorteil von 40 Prozent. Indirekt gibt es einen Zusammenhang zwischen den steigenden Sprit- und Stromkosten und der Herstellung. Den Verbrauchern wird empfohlen, trotz des höheren Preises nicht auf die Vorteile zu verzichten.

Der Pelletpreis ist im Juni 2022 deutlich angestiegen. Das liegt an der Paarung zwischen hoher Nachfrage und gestiegenen Produktionskosten. Doch gegenüber den Heizöl- und Erdgaspreisen gibt es bei den Pelletpreisen immer noch einen erheblichen Preisvorteil. Das Deutsche Pelletinstitut (DEPI) gab an, dass der Preis im Bundesdurchschnitt bei 431,56 Euro je Tonne liege. Zum Vormonat sei das eine Steigerung um 9,7 Prozent. Damit erhöhte sich der Preis gegenüber dem Vorjahreswert vom Juni 2021 um beachtliche 95 Prozent. Der Preis für ein Kilo liege aktuell bei 43,16 Cent. Klimafreundliche Wärme koste pro Kilowattstunde 8,63 Cent. “Auch am Pelletmarkt zeigen sich die Verwerfungen der Energiemärkte deutlich", stellt DEPI-Geschäftsführer Martin Bentele fest. "Allerdings besteht kein direkter Zusammenhang zwischen den Kosten für fossile Energieträger und Pellets." So seien die Presslinge über 40 Prozent billiger als Gas oder Öl.

Indirekter Effekt des Strom- und Spritpreises auf die Pelletherstellung

Die steigenden Strom- und Spritkosten haben natürlich einen indirekten Effekt auf die Herstellung und den Transport. Verantwortlich für den hohen Anstieg des Pelletpreises ist aber auch die Verunsicherung der Verbraucher und die damit verbundene sehr hohe Nachfrage. Den Verbrauchern wird jedoch empfohlen, die Qualität der Pellets trotz des hohen Preises nicht zu unterschätzen. Regional ergeben sich beim Pelletpreis Unterschiede. Bei einer Abnahme von sechs Tonnen liegt der Preis in Süddeutschland bei 420,96 Euro je Tonne. Das ist in den letzten sechs Monaten der günstigste Preis. Der Durchschnittspreis liegt in der Mitte von Deutschland bei 435,01 Euro je Tonne. In Nord- und Ostdeutschland beträgt der Preis pro Tonne 452,60 Euro. Große Mengen, wie zum Beispiel 26 Tonnen werden in Süddeutschland mit 405,10 Euro angeboten, in der Mitte mit 416,83 Euro und in Nord- und Ostdeutschland für 427,88 Euro pro Tonne.

Aktuelle Kommentare zum Beitrag.
  (Geschrieben von TyroneBuite am 30.06.2022 )

Dennoch halten die Holzpresslinge ihren deutlichen Preisvorteil gegenuber den fossilen Energietragern Gas (rund 33 Prozent) und Ol (rund 26 Prozent), so das DEPI. Ein Kilo Pellets kostet rund 30 Cent, die kWh Warme 6 Cent.
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