Startupnight vernetzt das Handwerk mit Startups

News | Frank Kessler | 13.09.2019
Startupnight vernetzt das Handwerk mit Startups
Foto: Susann Gerstäcker

Vergangene Woche fand zum siebenten Mal die Startupnight in Berlin statt. In diesem Jahr war erstmals auch das Handwerk einer der fünf Mitgestalter dieses großen europäischen Events. Der besondere Fokus lag auf der Digitalisierung im Handwerk. Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk kündigte ferner den Aufbau einer Dialog- und Matchmaking-Plattform an, die den Austausch zwischen Startups und Handwerksbetrieben weiter fördern soll.

Insgesamt rund 4.000 Besucher und 250 Startups haben vergangene Woche an der siebenten Startupnight in Berlin teilgenommen. Zum ersten Mal war auch der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) Mitveranstalter. Insgesamt gab es fünf Standorte, zu denen auch das Haus des Handwerks gehörte. "Ich bin überzeugt: Digitale Startups und traditionelle Handwerksbetriebe können in vielen Bereichen voneinander profitieren", erklärt ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke zur Begrüßung. Ein zentrales Anliegen des Abends sei es, branchenübergreifend den Austausch voranzutreiben und die Potenziale nutzbar zu machen. "Denn eine gute Zusammenarbeit eröffnet die Möglichkeit, mit neuen Angeboten neue Kundengruppen und neue Märkte zu erschließen", so Schwannecke.

Neue Geschäftsideen wurden vorgestellt

Im Haus des Deutschen Handwerks wurden insgesamt 35 Startups mit hauptsächlich digitalen Geschäftsmodellen präsentiert. Verschiedene Partner stellten darüber hinaus Finanzierungs- und Förderprogramme für junge Unternehmen vor. Die Angebote der Startups reichten von Fortbewegungs- und Transportmöglichkeiten bis hin zu digitalen Ausbildungsmöglichkeiten durch virtuelle Ausbildungsinhalte. All diese vorgestellten Produkte sollen die Arbeit im Handwerk erleichtern. Eine Jury prämierte im Rahmen eines Wettbewerbs die besten Geschäftsideen. Die Startups LokalesHandwerk (Essen), Meisterwerk, citkar und ono (jeweils Berlin) qualifizierten sich dabei am Ende für einen Messeauftritt auf der internationalen Handwerksmesse IHM 2020 in München.

Mehr als 70.000 Neugründungen im Handwerk

Jährlich gibt es mehr als 70.000 Neugründungen im Handwerk. Es handelt sich dabei um Jungunternehmer, die mit innovativen Produkten die deutsche Wirtschaft ankurbeln wollen. "Da draußen gibt es einige gute digitale Lösungen, die oft von Startups mit hoher digitaler Kompetenz entwickelt und von unseren Handwerkern für die Digitale Transformation des eigenen Betriebs benötigt werden”. erklärt Stephan Blank, Projektleiter im Kompetenzzentrum Digitales Handwerk. So traf auf der Startupnight zusammen, was eigentlich auch zusammengehört: das Handwerk und Startups. Darüber hinaus werden vom Kompetenzzentrum Digitales Handwerk noch weitere Unterstützungsangebote bereitgestellt. Es gibt kostenlose Schulungs- und Informationsangebote, die zur digitalen Unterstützung des Handwerks dienen. Demnächst soll zusätzlich eine Dialog- und Matchmaking-Plattform aufgebaut werden, die Startups und das Handwerk eng miteinander vernetzt.

Auch die Handwerkskammer Berlin bietet ihre Unterstützung für Neugründungen an. "Das Handwerk und die Startup-Szene sind in Berlin besonders stark”, freut sich Jürgen Wittke, Geschäftsführer der Handwerkskammen Berlin. “Die Verbindung von handwerklichem Können und digitaler Kompetenz ist für Betriebe und Handwerkskunden ein Plus."

In eigener Sache:
Am 15./16. November findet in Berlin die Startup-Messe TECH IN CONSTRUCTION statt. Rund 100 Startups aus Europa zeigen auf 2.500m2 digitale Innovationen für die Bauwirtschaft. Infos und Tickets unter https://www.tech-in-cinstruction.de

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