Steigende Arbeitskosten erwartet

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Foto: Roland Riethmüller

Die Arbeitskosten in Deutschland zählen mit zu den höchsten im weltweiten Vergleich. Natürlich ist diese Tatsache auch in der qualitativ hochwertigen Arbeit begründet. Dennoch sind es aber vor allem auch die Sozialabgaben, Steuern etc., die die Höhe maßgeblich beeinflussen. Dass Deutschland damit im globalen Vergleich hohem Konkurrenzdruck ausgesetzt ist, versteht sich von selbst.

Deutsche Produkte werden im Ausland sehr geschätzt, da sie sich über lange Zeit bewährt haben. Dennoch sind sie im Vergleich zu Produkten aus anderen Ländern aber auch wesentlich teurer. Das liegt nicht allein an dem guten Namen und entsprechendem Marketing, sondern vor allem auch den wesentlich höheren Arbeitskosten. Der Wettbewerb wird also nicht unbedingt einfacher, denn auch andere Nationen etablieren sich am Markt und sind dabei preiswerter.

In Anbetracht dieser Situation war es erfreulich, dass es im Jahr 2013 keine all zu starke Steigerung der Arbeitskosten in der deutschen Wirtschaft gab. Allerdings erwartet man, dass diese im laufenden Jahr erneut ansteigen werden. Eine weitere Trübung bei der Betrachtung der Lohn- und Gehaltkosten in Deutschland ist, dass immer noch ein immenser Unterschied zwischen Osten und Westen besteht.

Die aktuelle Studie „Die Struktur der Arbeitskosten in der deutschen Wirtschaft“, welche durch das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) vorgestellt wurde, belegt diese Entwicklung einmal mehr. Betrachtet man dabei beispielsweise die Arbeitskosten im Produzierenden Gewerbe, stellt man fest, dass diese im Westen um 1,8 Prozent gestiegen sind, im Osten dagegen nur um 0,9 Prozent. Solche Diskrepanzen lassen sich auch in allen anderen Wirtschaftszweigen feststellen.

Gerade im Handwerk spürt man die Situation hinsichtlich der Arbeitskosten täglich. Gerade die angrenzenden Nachbarländer machen es dem deutschen Handwerk da nicht unbedingt leichter. Natürlich sind Tarifvertragsabschlüsse, Sozialversicherungsabgaben, betriebliche Altersvorsorgen und alle anderen Faktoren, die in die Arbeitskosten einfließen elementar. Doch muss man auch darauf achten, dass man im weltweiten Wettbewerb dabei nicht auf der Strecke bleibt.

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