Steigende Aufträge und hohe Zuversicht im Elektrohandwerk

News | Frank Kessler | 09.04.2021
Steigende Aufträge und hohe Zuversicht im Elektrohandwerk
Foto: Roland Riethmüller

In Deutschland fehlt es weiterhin an Öffnungsperspektiven. Trotzdem bleibt der Geschäftsklimaindex für das Elektrohandwerk stabil und liegt mit 80 Punkten weiterhin auf hohem Niveau. Noch deutlicher sind die positiven Einschätzungen hinsichtlich der zukünftigen Geschäftsentwicklung. Das liegt an dem signifikanten Anstieg des Auftragsvolumens vieler Innungsbetriebe in den vergangenen Monaten. So waren es gerade diese Auftragspolster, die dem Elektrohandwerk bereits in den ersten Monaten der Corona-Krise halfen.

Obwohl Deutschland hinsichtlich der Impfungen weiter vorankommt, befindet sich das Land immer noch im Lockdown. Mit Lockerungen ist so schnell nicht zu rechnen. Trotzdem ist der Geschäftsklimaindex im Elektrohandwerk mit 80 Punkten erfreulich hoch. Das ergab eine aktuelle Umfrage des Zentralverbandes der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) unter rund 1.200 Innungsbetrieben zwischen dem 22. und 26. März 2021. Zum Vergleich: Zu Beginn der Pandemie lag der Index aufgrund des ersten Lockdowns im März 2020 noch bei 55,6 Punkten. Unverändert ist dagegen die aktuelle Geschäftssituation im Elektrohandwerk. 65,4 Prozent der befragten Unternehmen gaben demnach an, dass die Geschäftssituation weiterhin gut sei. Das liegt zum Teil auch daran, dass die E-Handwerke vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) für systemrelevant erklärt wurden. Unter Beachtung der Corona-Regeln können dadurch die Arbeiten der elektrohandwerklichen Betrieben ohne Einschränkungen fortgesetzt werden.

Mit Zuversicht in die Zukunft vom Elektrohandwerk blicken

Noch deutlicher sind die Ergebnisse hinsichtlich der Einschätzung der Geschäftsentwicklung in der Zukunft. Die Zahlen sind hier identisch mit der Herbst-Befragung 2020 und erreichen Werte von vor Ausbruch der Corona-Krise. Trotz Anstiegs der Infizierten und anhaltender Einschränkungen blicken die Betriebe demnach mit Zuversicht in die Zukunft. Insgesamt gaben 21,6 Prozent der befragten Teilnehmer an, dass sich ihre Geschäftssituation weiter verbessern wird. 63 Prozent erwarten, dass die Verhältnisse gleich bleibt. Nur 15,3 Prozent befürchten eine Verschlechterung ihrer Geschäftslage. Das erklärt sich damit, weil das Auftragsvolumen der Innungsbetriebe in den vergangenen Monaten erneut sehr stark angestiegen ist. Bei 49 Prozent der Befragten liegen Aufträge für die nächsten zwei Monate und mehr vor. Das sind deutlich mehr als noch im Herbst 2020.

Digitalisierung und Klimaschutz als Treiber der Baukonjunktur

Trotz der Corona-Pandemie sind die Themen Klimaschutz und Elektromobilität nicht aus dem Blickfeld von Politik und Öffentlichkeit gerückt. Im Zuge der Elektrifizierung wird die Kompetenz des Elektrohandwerks gefragt. Doch es gibt noch einen weiteren Punkt, der zeigt, dass das Elektrohandwerk immer noch hoch im Kurs steht. Die Zahl der offenen Stellen hat sich seit dem Ausbruch der Pandemie auf 59 Prozent erhöht. Auch wenn es noch an Fachkräften fehlt, zeigt sich dennoch, dass die Betriebe wieder mehr Personal einstellen. Rund ein Viertel der offenen Stellen entfällt auf die Lehrlinge. Aktuell suchen 39,5 Prozent der Betriebe mindestens einen Auszubildenden.

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