Straßenbauumsätze stark rückläufig - aber Hoffnung besteht

News | Frank Kessler | 21.07.2021
Straßenbauumsätze stark rückläufig - aber Hoffnung besteht
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Im Straßenbau macht sich Frustration breit. Denn obwohl jetzt eigentlich die ideale Zeit für Straßenbauarbeiten ist, kommen die Aufträge nur kleckerweise bei den Firmen an. Besonders die Kommunen schreiben nur wenige Baumaßnahmen aus. Grund dafür sind die fehlenden Gewerbesteuereinnahmen durch die Corona-Krise. Hoffnung besteht dennoch, denn im Juni wurden von der grün-schwarzen Regierung in Baden-Württemberg Corona-Hilfspakete geschnürt, die die Straßenbauumsätze nach oben treiben sollen.

Jetzt wäre eigentlich der ideale Zeitpunkt für Straßenbauarbeiten. Aufgrund der Corona-Krise werden jedoch vielerorts kaum noch Bauarbeiten ausgeführt. Auch die neu gegründete Autobahn GmbH des Bundes hält sich mit Ausschreibungen zurück, obwohl ausreichend Mittel für die Modernisierung der Infrastruktur bereitstehen. Das hat zur Folge, dass die Umsätze im Straßenbau gegenüber des Vorjahres wieder um 12,2 Prozent ins Minus gerutscht sind. Der Umsatzrückgang in der Zeit von Januar und Mai lag bei insgesamt zwölf Prozent. Das liegt aber nicht an den fehlenden Bauprojekten. Denn es gibt aktuell reichlich Sanierungsbedarf im Straßenbau, der dringend umgesetzt werden sollten.

Die Bauwirtschaft sieht einen Silberstreif am Horizont

Der Hauptgeschäftsführer der Bauwirtschaft Baden-Württemberg, Thomas Möller, sieht allerdings einen Hoffnungsschimmer. Das liegt an den bereits im Juni durch die Landesregierung geschnürten Corona-Hilfspaketen, die besonders den Kommunen zugutekommen sollen. "Die nun beschlossenen weiteren Corona-Hilfen für gebeutelte Städte und Gemeinden sind dringend notwendig”, fordert Möller. “Angesichts des enorm hohen Investitionsbedarfs appellieren wir an die öffentliche Hand, nicht gegen die Krise anzusparen und gerade jetzt in die marode Infrastruktur zu investieren."

Ausschreibungsoffensive fördert Straßenbauumsätze

Weiter betont er, dass die Infrastrukturmaßnahmen ein Motor für die Konjunktur wären, der Folgeinvestitionen nach sich ziehen würde. Doch die Hoffnung bleibt, denn der Monat Mai könnte dennoch seinem Ruf gerecht werden. Im Gegensatz zu den Vormonaten mit Minuszahlen sind die Auftragseingänge im Mai gegenüber zum Vorjahresmonat um 17,6 Prozent gestiegen. Diese Tendenz zeigt zwar nach oben, allerdings wird die gestiegene Nachfrage damit begründet, weil sie nur auf wenige größere Straßenbauaufträge zurückzuführen ist. Trotzdem ist man in der Bauwirtschaft guter Dinge, denn aufgrund der aktuellen Hilfspakete hofft man auf eine verstärkte Ausschreibungsoffensive bei den Kommunen. In der Regel kommen dann auch kleinere und mittlere Straßenbauunternehmen zum Zuge, was sich deutlich auf die Straßenbauumsätze auswirken wird.

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