Studienabbrecher können sich im Baugewerbe verwirklichen

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Studienabbrecher Manuel Püthe fand sein Glück im Handwerk und wurde Zimmerer- und Dachdeckermeister. Foto: ZDH

Jeder kennt die große Entscheidung der Jugend, was sie nach der Schule machen sollen. Gerade für Abiturienten bieten sich unterschiedliche Optionen. Die Mehrheit entscheidet sich für ein Studium. Doch gut 30 Prozent der Studenten realisieren während des Studiums, dass es eine Fehlentscheidung war und beenden ihr Studium vorzeitig und ohne Abschluss. Das bietet ein großes Potential für den Arbeitsmarkt und dabei auch für das Baugewerbe.

Das Handwerk beklagt sich bekanntlich immer wieder über den Fachkräftemangel. Dass dieser vorherrscht, ist unumstritten. Doch bei allem Ärger darüber sollte man auch links und rechts Augen und Ohren offen halten und prüfen, welche Optionen sich bieten. So sind es vor allem die zahlreichen Studienabbrecher, die auf den Arbeitsmarkt schwemmen und sich über eine Ausbildung – auch im Baugewerbe – freuen würden.

Der vermeintliche Traumberuf entpuppt sich oft als Fehlentscheidung

Viele Abiturienten entscheiden sich heute immer noch für ein Studium, weil es einfach immer noch als die logische Folge nach dem Abschluss gilt. Doch erst in der Praxis zeigt sich, dass der vermeintliche Traumberuf vielleicht doch gar nicht das Richtige für einen ist. Die Konsequenz ist in der Regel der Abbruch des begonnen Studiums.

Fast ein Drittel Studienabbrecher

Eine aktuelle Studie des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) belegt, dass von über 500.000 Studenten, die ein Studium beginnen, immer gut 30 Prozent von ihnen die Hochschule am Ende ohne Abschluss frühzeitig wieder verlassen. Beweggründe sind dabei überwiegend immer wieder der hohe Leistungsdruck, finanzielle Engpässe oder auch mangelnde Motivation und unzureichende Praxisnähe.

31 Prozent der Studienabbrecher entscheiden sich für die Ausbildung

Diese Studienabbrecher stehen also wieder vor der gleichen Frage, wie nach ihrem Schulabschluss. Was tut man nun für seine berufliche Zukunft? Gemäß dem DZHW beginnen gerade einmal 31 Prozent der Studienaussteiger eine Ausbildung. Wer sich jedoch bewusst dafür entscheidet, der spart sogar ein Jahr Ausbildungszeit. Bei einer Ausbildung im Handwerk kann man nach erfolgreichem Ausbildungsabschluss dann sogar noch den Meisterbrief absolvieren, der am Ende dem anfangs angestrebten Bachelorstudium gleichgestellt ist.

Der Bau bietet viele unterschiedliche Berufe

Es lohnt sich für Studienabbrecher also durchaus, über eine Ausbildung im Baugewerbe nachzudenken. Nicht nur, dass man viel Praxiserfahrung sammelt, am Bau gibt es auch eine Vielzahl an unterschiedlichen Berufen, in denen man sich selbst verwirklichen kann. So können ehemalige Studienabbrecher in traditionellen Baufirmen oder als mobile Generalisten ihr Glück finden.

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