Tarifabschluss Dachdeckerhandwerk: Neuer Tariflohn gilt

Foto: duallogic / envatoelements

Der neue Tarifvertrag für das Dachdeckerhandwerk ist Ende letzter Woche in Kraft getreten. Nachdem vor gut zwei Wochen die Tarifparteien einen Kompromiss erzielt hatten, sind die entsprechenden Gremien der Empfehlung gefolgt und haben der Tarifeinigung zugestimmt. Demnach steigen die Löhne und Gehälter im Dachdeckerhandwerk schrittweise um bis zu zehn Prozent. Auch Azubis profitieren von höheren Vergütungen und einem verbesserten 13. Monatsgehalt. Die Tarifeinigung bringt Planungssicherheit für Betriebe und stärkt die Attraktivität der Branche. 

Die Dachdecker in Deutschland bekommen seit dem 1.12.2024 mehr Geld. Darauf hatten sich der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) und die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau) in der Tarifverhandlung am 11. November 2024 nach zwei zunächst ergebnislosen Tarifrunden geeinigt. Die zuständigen Gremien der beiden Tarifparteien haben mittlerweile dem neuen Tarifabschluss zugestimmt und damit grünes Licht für einen neuen Tariflohn im Dachdeckerhandwerk gegeben. Demnach steigen zum 1. Dezember 2024 die Löhne und Gehälter um 3,8 Prozent, ab dem 1. Oktober 2025 um 2,7 Prozent und ab dem 1. Oktober 2026 um weitere 3,4 Prozent. Für Oktober und November 2024 bleiben die Löhne und Gehälter gleich. Die Tarifeinigung ermöglicht mehr Planungssicherheit und Fairness für alle Beteiligten.

Höherer Tariflohn und Zugewinn für Azubis im Dachdeckerhandwerk

Mehr Geld gibt es auch für die Dachdecker-Azubis, da die Ausbildungsvergütung ebenfalls schrittweise erhöht wird. Der Wettbewerbsdruck ist auch im Dachdeckerhandwerk hoch. Daher steigert die Tarifeinigung für die Auszubildenden die Attraktivität und dient auch zur Fachkräftesicherung. Die Laufzeit beträgt auch hier drei Jahre. Beim 13. Monatsgehalt kam es zu einer Ost-West-Angleichung. Ab dem Jahr 2025 wird der Anspruch bundeseinheitlich auf 89 Stunden erhöht. Für den Westen ergibt sich daher eine Anhebung um acht Stunden, für den Osten um 18 Stunden. Grünes Licht gab es auch für die Online-Ausbildungsplattform. Nach mehrjährigen Verhandlungen hat die IG Bau zugestimmt. Die Azubis im Dachdeckerhandwerk sollen damit bei ihrer Ausbildung unterstützt werden. 

Planungssicherheit und Attraktivität: Tarifeinigung stärkt Dachdeckerhandwerk

„Es waren anspruchsvolle Verhandlungen“, resümiert ZVDH-Präsident Dirk Bollwerk, Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite. „Um so erfreulicher, dass es in der dritten Runde zu einem Kompromiss kam. Die getroffenen Vereinbarungen bieten den Unternehmen im Dachdeckerhandwerk eine wichtige Planungssicherheit, insbesondere durch die drei Stufen der Lohnerhöhungen.“ Die Tarifeinigung im Dachdeckerhandwerk sei ein wichtiges Signal für die Gewinnung neuer Fachkräfte. Dabei schließe die Tarifeinigung auch die Auszubildenden mit ein und sorge somit für mehr Attraktivität im Vergleich mit anderen Branchen. Die Tarifeinigung sei laut Bollwerk ein großer Wettbewerbsvorteil für das Dachdeckerhandwerk.

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