Tarifgespräche im Bauhauptgewerbe erneut gescheitert!

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IG Bau / Viele Protestaktionen wie hier bei Heitkamp in Westfalen haben auch für die dritte Runde der Tarifgespräche wenig bewirkt.

Die Tarifrunde für das Bauhauptgewerbe hat keine Einigung gebracht. Am dritten Verhandlungstag sind die Tarifgespräche nach 16 Stunden intensiven und schwierigen Diskussionen ergebnislos zu Ende gegangen. Nach langer Verhandlungsrunde haben sich die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) und die beiden Arbeitgeberverbände der Bauwirtschaft, der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) sowie der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) nicht auf eine Einigung verständigen können.

Hauptgründe waren die zu niedrigen Entgeltangebote und die unzureichenden Angleichungsschritte der Ost- an die Westlöhne „Die Arbeitgeber haben sich in einer Blockadehaltung verrannt, die nicht mehr nachvollziehbar ist“, sagte der IG BAU-Verhandlungsführer Dietmar Schäfers. Auf den Vorschlag der Arbeitgeber, dass die Beschäftigten im Westen auf einen Teil einer prozentualen Lohnerhöhung verzichten, um damit die Kollegen im Osten zu unterstützen und so eine Angleichung von Ost und West herbeizuführen wurde von der Gewerkschaft nicht mitgetragen.

Die von den Arbeitgebern in Aussicht gestellte Lohnerhöhung reichte den Gewerkschaftsvertretern nicht. Auch bei der Entwicklung der Mindestlöhne liegt die Vorstellung auseinander.

Für die rund 700.000 Beschäftigten am Bau hatte die IG BAU ein Einkommensplus in Höhe von 5,9 Prozent sowie die Anhebung der Mindestlöhne in gleicher Höhe gefordert. Zudem strebt die IG BAU Angleichungsschritte der Einkommen Ost an West an. Im Gegensatz halten die Arbeitgeber im Westen eine Erhöhung von zwei Prozent vorgeschlagen und für den Osten sollte es eine Erhöhung von 2,5 Prozent geben. Die West-Beschäftigten hätten danach noch zusätzlich einen Festbetrag in Höhe von rund acht Cent pro Stunde erhalten. Somit war ein Scheitern der Verhandlungen vorprogrammiert. Für die jetzt folgende Schlichtung ist der frühere Bundesarbeits- und -wirtschaftsminister Wolfgang Clement als Schlichter bestellt.

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