Tariflohntabelle für den Baubereich

Kenntnisse der Tariflohntabelle sind unabdingbar, wenn man im Baubereich Mitarbeiter beschäftigt.

In allen Berufsgruppen sind vorgeschriebene Mindest- und meist auch dementsprechende Tariflöhne zu berücksichtigen. Vor allem für Betriebe mit in der Gewerkschaft gebundenen Mitarbeitern ist dies zwingend. Die Mindesteinkünfte Bau sind im September 2009 letztmalig erhöht worden. Wie in anderen Bereichen auch sind in den alten Bundesländern die Löhne höher als in den neuen. Obwohl die Mindestbruttolöhne in der aktuellen Tariflohntabelle aus September 2009 angehoben wurden, haben wir dennoch Differenzen zwischen 1,50 (ungelernter Arbeiter) und 1,80 Euro (gelernter) Arbeiter beim Stundensatz zwischen Ost- und Westlöhnen.

So muss der Arbeitgeber im Westen mindestens 15,84 Euro für einen Facharbeiter löhnen, im Osten hingegen nur 14,16 Euro. Falls allerdings der Mitarbeiter in den alten Bundesländern auf einer Baustelle eingesetzt wird, so muss auch der Mindestlohn West gezahlt werden. Das gilt ebenso für einen in Deutschland tätigen Ausländer. Wer als Arbeitnehmer z. B. aus Tschechien oder Polen kommt, um hier zu arbeiten, erhält ebenfalls die Mindestlöhne nach der gültigen Tariflohntabelle für Deutschland.

Mit den Regelungen im September 2009 wurde auch veranlasst, dass Baubetriebe bei kommunalen Aufträgen nicht einfach ein paar Hilfskräfte mehr in ihrer Kalkulation einplanen, um den Mindestlohn für Facharbeiter zu umgehen. Kommunen wurde empfohlen, dass sie nur noch Angebote anerkennen dürfen, wo pro Baustelle, entsprechend des Umfanges der Tätigkeiten, mindestens ein Polier und einige Facharbeiter einkalkuliert wurden. Vor allem bei öffentlichen Aufträgen sollten die Auftraggeber darauf bestehen, dass die Mindestlöhne nach der gültigen Tariflohntabelle Bau eingehalten werden.

Aktuelle Entwicklung:
Mindestlöhne im Baugewerbe steigen

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