Telefonabzocke als Unfallversicherer

News , 07.09.2011 , Roland Riethmüller Bild zu: Telefonabzocke als Unfallversicherer
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Die Handwerkskammer Ostfriesland warnt eindringlich vor einer derzeitigen Abzocke per Telefon. Laut der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) häufen sich in letzter Zeit die Betrugsfälle im Namen der Unfallkassen und Betriebsgenossenschaften. Da die Betrüger häufig über das Telefon auf die Betriebe und öffentlichen Verwaltungen zugehen, ist hier besondere Vorsicht geboten. In keinem Fall sollte man auf die telefonischen Angebote und Druckmittel eingehen.

Wie die Handwerkskammer Ostfriesland mitteilt, ist die Vorgehensweise des Bauernfangs immer sehr ähnlich: In einem Telefonat wird man gedrängt, noch im Gespräch einen mündlichen Kaufvertrag abzuschließen. Dabei geht es in aller Regel um Verbandskästen, Arbeitsschutzmaterialien und allem, was sonst zum Arbeitsschutz und der Arbeitssicherheit in einem Betrieb gehört. Die Anrufer vermitteln dem Gesprächspartner den Eindruck, dass sie mit einem legitimierten Vertreter des zuständigen Unfallverssicherungsträgers sprechen. Stets wird Kaufdruck aufgebaut, in dem man auf die kürzlich geänderten Vorgaben zur betriebsärztlichen und sicherheitstechnischen Betreuung in den Betrieben (DGUV Vorschrift 2) verweist. Dadurch gerät der Angerufene in Bedrängnis und ist das gefundene Opfer der Betrüger. Es ist sogar schon so weit gegangen worden, dass mit Kontrollbesuchen oder der Benachrichtigung der Polizei gedroht wurde, wenn das Unternehmen nicht auf das telefonisch unterbreitete Angebot eingegangen wäre.

Die DGUV bekräftigt nachdrücklich, auch auf ihrer Internetseite, dass sie nichts mit diesen Firmen zu tun hat und sie auch definitiv nicht in ihrem Auftrag handeln. Zum Schutz hat die DGUV auch Informationen unter www.dguv.de zusammengestellt. Auch die Handelskammern stehen bei Zweifeln an der Echtheit eines Anrufs oder Schreibens jederzeit neutral und kostenlos zur Verfügung.