Telematik-Systeme optimieren mangelnde Prozesse am Bau

Mangelnde Prozesse am Bau - Telematik-Systeme optimieren
Foto: Roland Riethmüller

Bau- und Handwerksbetriebe arbeiten hauptsächlich noch analog. Dabei könnten Telematik-Systeme zu mehr Prozessoptimierung führen. Das würde die Arbeit deutlich erleichtern, sowie Geld und Zeit einsparen. Es versteht sich von selbst, dass die Arbeiten eines Handwerkers unerlässlich sind. Das heißt aber nicht, dass die Digitalisierung nicht benötigt wird. Das Zauberwort heißt Building Information Modeling, das in manchen Ländern bereits zum Standard geworden ist.

Im Transportwesen gehört die Telematik zum Standard. Das liegt in der Natur der Sache, denn die Kernaufgabe des Transports ist der Weg von einem Ort zum anderen ist. Mit Telematik lässt sich dieser Prozess durch Tourenoptimierung, Lenkzeitenkontrolle oder Laderampenmanagement optimieren. Bei den Bau- und Handwerksbetrieben sieht die Situation jedoch anders aus, denn der Fokus liegt eher auf den Projekten am Einsatzort. Die Funktionen der Telematik lassen sich daher nicht oder nur bedingt anwenden, berichtet die Mediengruppe Telematik-Markt.de. Doch es gibt durchaus auch im Handwerk Prozesse, die optimiert und digitalisiert werden können. Das würde Zeit und Geld sparen, mehr Rechtssicherheit bedeuten und mehr Platz im digitalen Auftragsbuch schaffen.

Klassische Handwerksarbeit wird immer noch gebraucht

Handwerker werden immer noch für den Hausbau, die Reparatur der Heizung oder zum Verlegen von Böden benötigt. Das bedeutet aber nicht, dass die Digitalisierung nicht gebraucht wird. Telematik-Systeme optimieren in der Bauwirtschaft neben Transportaufgaben aber auch andere Prozesse. Ob bei der Organisation der Aufträge, bei der Erfassung von Arbeitszeiten oder bei der Steuererklärung, digitale Lösungen sind eine Bereicherung bei der analogen Arbeit. Zusätzlich sorgt für mehr Transparenz bei der Bauplanung das Building Information Modeling (BIM). Alle Teilnehmer bekommen durch die vernetzte Bauplanung einen Gesamtüberblick über das Projekt. Besonders bei der Kosten- und Zeitplanung wirkt sich das System positiv aus. Diese Technik ist nicht neu, denn in vielen Ländern gehört das bereits zum Standard. BIM erhöht darüber hinaus auch die Chancen und Möglichkeiten für Telematik-Systeme, die direkt auf der Baustelle zum Tragen kommen.

Mehr Sicherheit für den Maschinenpark auf den Baustellen

Wichtig ist auch die Überwachung der Baumaschinen auf den Baustellen. Besonders hier kommt es sehr oft zu Diebstählen von Baumaschinen, Kraftstoff und Werkzeug. Werden Geräte oder Maschinen gestohlen, löst das Telematik-System beim Verlassen des Geländes einen Alarm aus. Das trägt dazu bei, dass Diebstähle vermieden werden und die Rückführung der gestohlenen Objekte ermöglicht wird. Außerdem kann der Zustand der Maschinen überwacht werden. Das ist besonders zur frühen Schadenserkennung wichtig. Mehr Flexibilität und Prozessoptimierung bietet ein Telematik-System auch beim Auftragsmanagement. Das entsprechende System ermöglicht es, dass die Aufträge direkt auf ein Tablet oder Smartphone geleitet werden. Somit kann schnell eine Einsatzroute zu allen Einsatzorten erstellt werden. In Echtzeit informiert das System über Verspätungen oder über den Fortschritt der Arbeiten. Es gibt somit weniger Papierwirtschaft und die Einsätze können besser koordiniert werden.

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