Trends der Baustoffe im Nichtwohnungsbau

News | Roland Riethmüller | 31.01.2017
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Während im Wohnungsbau gerade der Streit zwischen Holz und Mauerwerk entbrannt ist, gestaltet sich die Situation im Nichtwohnungsbau komplett anders. Doch welches sind in diesem Bereich die Baustoffe der Zukunft? Eine aktuelle Umfrage hat jetzt ermittelt, welche Baustoffe in den nächsten fünf Jahren verstärkt eingesetzt werden. Interessant sind dabei vor allem die regionalen Unterschiede, die sich aus der Befragung ergeben.

Mit welchen Baustoffen wird der Nichtwohnungsbau in den kommenden fünf Jahren errichtet? Dieser Frage ist das Marktforschungsinstitut BauInfoConsult nachgegangen und hat 361 Architekten und Bauunternehmer nach ihrer Meinung gefragt. Das Ergebnis ist wenig verwunderlich: Beton bleibt der Trendbaustoff Nummer eins. Rund 60 Prozent der Befragten prognostizieren, dass Beton bis 2020 häufiger eingesetzt wird.

Der Westen setzt auf Beton im Nichtwohnungsbau

Interessant ist dabei jedoch die regionale Ausprägung der verschiedenen Meinungen. So sind die Befragten im Osten weniger von Beton als Trendbaustoff überzeugt. Nur 47 Prozent rechnen mit einer stärkeren Verwendung in den nächsten Jahren. Auch der Norden ist mit 53 Prozent eher zurückhaltend. Dagegen erwartet man im Westen mit 61 Prozent und im Süden mit 57 Prozent deutliche Wachstumschancen für Beton.

Als zweithäufigster Favorit bei den Baustofftrends im Nichtwohnungsbau wird Stahl angegeben. Vor allem im Süden setzt man mit 18 Prozent auf diesen Baustoff. Im Norden zu 15 Prozent und im Osten zu 14 Prozent. In den westlichen Ländern NRW, Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland rechnen nur 13 Prozent mit einem stärkeren Einsatz von Stahl im Nichtwohnungsbau.

Porenbeton wird vor allem im Osten verstärkt eingesetzt

Deutliche regionale Unterschiede zeigen sich beim drittbeliebtesten Baustoff. Denn währende die Anwender im Osten mit 16 Prozent dem Porenbeton ein stärkeres Wachstum prognostizieren, sind es im Westen nur fünf Prozent. Mit jeweils 10 Prozent liegen der Norden und Süden neutral in der MItte.

Auch beim Stahlbeton gehen die Meinungen auseinander. So setzten der Norden und der Westen mit jeweils zwölf Prozent auf diesen Baustoff. Im Osten und Süden dagegen erwarten nur sieben, beziehungsweise fünf Prozent eine höhere Nachfrage.

Im Nichtwohnungsbau spielt Kalksandstein interessanterweise im Westen eine völlig untergeordnete Rolle. Lediglich im Norden und Osten rechnen jeweils sieben und im Süden fünf Prozent der Befragten mit einem stärkeren Einsatz. Auch Ziegel und Holz werden unterdurchschnittlich als Baustoff für den Nichtwohnungsbau genannt.

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