Trotz Kritik an Holzenergie - Förderung Holzpellets vertretbar

News | Frank Kessler | 24.08.2021
Trotz Kritik an Holzenergie - Förderung Holzpellets vertretbar
Foto: Deutsches Pelletinstitut

Die Bilder von der Überschwemmungskatastrophe haben gezeigt, welches Ausmaß der Klimawandel hat. Wird nicht entsprechend gegengesteuert, werden wir uns wohl daran gewöhnen müssen. Dabei könnte Holzenergie einen positiven Beitrag leisten. Moderne Brennstoffe wie Holzpellets überzeugen mit Kosteneffizienz und Klimarelevanz. Doch die Gleichsetzung mit Feuerholznutzung erzeugt unberechtigte Kritik und lässt Fördermittel zur Umstellung von fossilen Energien auf Holzpellets in einem schlechten Licht stehen.

In einem Interview teilte die Vorsitzende des Deutschen Energieholz- und Pellet-Verbands (DEPV) Beate Schmidt-Menig mit, dass die Horrorbilder aus Nordrhein-Westfalen mit den Erdrutschen und Überschwemmungen in der Zukunft wahrscheinlich keine Seltenheit mehr wären, sofern nicht gegengesteuert werde. Die Corona-Pandemie rücke dabei sogar in den Hintergrund, denn das Klima macht ein Leben auf der Erde immer schwieriger. Es gäbe jedoch Parallelen, denn beide Herausforderungen können nur durch menschliche Solidarität bewältigt werden.

Die Politik habe die schwere Aufgabe, die Elektrizität, Mobilität und Wärme ausgeglichen und zügig zusammenzufügen. Das ist eine schwere Aufgabe. Die moderne Holzenergie ist nur ein geringer Teil bei der Energiewende, obwohl sie den Löwenanteil bei den erneuerbaren Energien erbringt. Außerdem darf man nicht vergessen, dass es sich bei den Holzfeuerungen um eine heimische und moderne Technik handelt, die sich bereits bewährt hat und sofort zur Verfügung steht. Zusammen mit den regionalen Energieträgern bleibt durch die Holzenergie die Wirtschaftskraft in unserem Land.

Holzenergie nicht mit Feuerholznutzung gleichsetzen

Noch immer sehen manche die Holzenergie als kritisch an. Das liegt zum großen Teil an der negativen Einstellung zu allem, was mit Verbrennung zu tun hat. Der Hauptgrund ist aber, dass die Kritiker absichtlich nicht differenzieren. Da wird die Feuerholznutzung in Afrika und der Ersatz von Kohle in Kraftwerken mit der emissionsarmen Holzenergie in einen Topf geworfen. Dieses Vorgehen sei unseriös, erläutert Schmidt-Menig. Dabei sei es grundsätzlich akzeptabel, dass die Umweltverbände der Holzenergie kritisch gegenüberstehen. "Von konstruktiver Kritik erwarte ich aber, dass man - gerne auch strenge - Anforderung an die Sache stellt”, so, die DEPV-Vorsitzende. “Wenn diese strengen Kriterien dann erfüllt werden, wie es beispielsweise hinsichtlich der Wirkungsgrade und Emissionen bei modernen Holz- und Pelletfeuerungen der Fall ist, dann muss man aber auch so konsequent sein, diese Form der Holzenergie zu tolerieren."  

Holzpellets bei Kosteneffizienz und Klimarelevanz ganz vorne

Denn gerade bei Praxistauglichkeit, Wirtschaftlichkeit und Kosten überzeugen Holzpellets auf ganzer Linie. Das beweist auch die Evaluierung der staatlichen Förderung erneuerbarer Wärme aus dem bis zum Jahr 2020 angebotenen Marktanreizprogramm (MAP). Holzpellets liegen demnach im Hinblick auf das eingesparte CO2 im Vergleich an der Spitze. Die attraktive Bezuschussung von fossilen Brennstoffen auf Holzpellets ist also gerechtfertigt. “So kosteneffizient und klimarelevant werden öffentliche Gelder sonst kaum eingesetzt”, freut sich Schmidt-Menig. “ Insofern tut der Bund gut daran, die durch die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) seit 2021 bereitgestellten Fördermittel für die kommenden Jahre sicherzustellen.”

Holzpellets sollen in Deutschland in Zukunft in den Kraftwerken die Kohle ersetzen. Das wundert nicht, denn die Politik streicht Kernkraft sowie Kohle und der Strompreis liegt dadurch europaweit an der Spitze. Es ist logisch, dass die Stromversorger zu allen Varianten greifen und auch Holzpellets als Kohleersatz in Betracht ziehen.

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